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Virus Wars Episode II

Wir alle erinnern uns an den Cyber-Krieg vom Vorjahr zwischen den Autoren von Bagle, NetSky und Mydoom. Dieser Krieg im Einzelnen ist beendet. War es nur Zufall oder war es lediglich der erste Krieg zwischen den Virenschreibern? Werden diese Kriege nun kommerzialisiert?

Gerade letzte Woche, als ich zur CeBIT war, sprach ich über die neuen Cyber-Kriege. Was meine ich damit? Cyber-Space ist auf eine Reihe von Maschinen begrenzt, die an das Internet angeschlossen sind: manche sind gut geschützt, aber manche auch nicht – sie sind „infizierbar“. Was passiert also, wenn Cyber-Verbrecher die meisten oder alle potentiell angreifbaren Maschinen infizieren?
Nehmen wir als Beispiel einen Computer mit einer Spam Proxy Trojaner-Infektion. Jemand verdient Geld durch diese infizierte Maschine. Anschließend stellen wir uns dieselbe Maschine mit 10 installierten Proxy Trojanern vor: Wird die Internet-Verbindung gut genug sein, um 10 verschiedene Spam-Bots zu unterstützen? Wahrscheinlich nicht. Was also wollen die Spammer tun, um weiterhin Geld zu verdienen? Exact: sie werden Mitbewerber entfernen.

Und genau das passiert derzeit täglich. Wir haben gerade einen neuen Proxy Trojaner analysiert – Trojan-Proxy.Win32.Small.bi, der eine Reihe von EXE-Dateien mit einem Trojaner, dessen Name bereits zuvor bekannt war, entfernt.

Ein ähnliches Vorgehen haben wir bei Adware beobachtet. Immer mehr Adware-Muster, die unser Viren-Labor erreichen, beginnen mit der Entfernung von Konkurrenz-Adware bevor sie in das System installiert wird.

Zwei verschiedene Cyber-Gruppen kämpfen bereits gegeneinander: Hacker und Spammer. Was passiert als nächstes?

Meine Vorausschau sieht folgendermaßen aus: nachdem die kleineren Gangs untereinander Klarheit geschaffen haben, werden die Gewinner die Loser fressen und wir werden überall gut organisierte und große E-Gangs anstelle der Dutzenden kleineren Gruppen beobachten, die wir derzeit haben. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung des organisierten Cyber-Verbrechens.

Virus Wars Episode II

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Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

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