News

Verordnete Transparenz

Sie haben es sicherlich mitbekommen – nach dem versuchten Anschlag auf deutsche Regionalzüge mit zwei Kofferbomben kochen die Diskussionen wieder hoch, wie solche Attentate schon im Vorfeld erkannt und verhindert werden können. Unter anderem steht dabei auch das Thema „Verschlüsselung“ im Kreuzfeuer – schließlich ermöglicht sie Terroristen, ihre Kommunikation und geheimen Dokumente nahezu unknackbar zu schützen.

Nun ist aber längst nicht jeder, der verschlüsselt, ein Terrorist. Für Otto-Normalverbraucher wie auch für Unternehmen ist Verschlüsselung ein Mittel zum Schutz ihrer Sicherheit – sei es bei der Übermittlung vertraulicher Daten über das Internet, oder einfach, um wichtige Dateien auf dem Notebook selbst dann geschützt zu wissen, wenn der Computer gestohlen wurde. Verschlüsselung ist also nicht prinzipiell schlecht und böse, im Gegenteil: Ihre Anwendung zeugt von Sicherheits- und Verantwortungsbewusstsein.

Wenn nun einige deutsche Politker fordern, diese Technologie zu verbieten, oder nur unter der Bedingung zu erlauben, dass der Staat eine Kopie des Schlüssels ausgehändigt bekommt, zeugt das von einer gewissen Weltfremdheit. Schließlich ist es auch verboten, Züge in die Luft zu sprengen – was aber keinen Terroristen in Zukunft davon abbringen dürfte, dies trotzdem zu versuchen. Unter dem Aspekt „Terrorismusbekämpfung“ ist eine Einschränkung von Verschlüsselung also eine Luftnummer – eingeschränkt würden ausschließlich Unternehmen und Privatanwender, die ihre Sicherheit in die eigene Hand nehmen und Wert auf Privatsphäre legen.

Würde jemand fordern, aus Sicherheitsgründen das Abschließen der Haustür zu verbieten – der Aufruhr in den Medien wäre gewaltig. Doch ebenso wie viele Politiker ist leider auch die breite Masse der Bevölkerung mit dem Thema „Datensicherheit“ überfordert, um die Parallelen zu erkennen – und so ist zu fürchten, dass die Einschränkung von Verschlüsselung tatsächlich seinen Weg in die Rechtsprechung finden könnte.

Verordnete Transparenz

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach