Macintosh 25th anniversary

Vielen Dank an meinen Kollegen Christian, der mich mit Infos für diesen Blog-Eintrag versorgt hat.

Heute, am 24. Januar 2009, feiert der berühmte Macintosh Jubiläum – heute vor 25 Jahren stellte Steve Jobs den ersten Macintosh Computer, den sogenannten 128K, auf Apples jährlicher Hauptversammling vor. Es wurde der erste kommerziell erfolgreiche Computer, welcher anstelle einer Kommandozeile mit einer Maus und einer grafische Benutzeroberfläche aufwarten konnte – ein großer Schritt zu dieser Zeit. Während die verehrende Mac-Gemeinde gespannt in die Zukunft blickt, werfen wir einen Blick in die jüngere Vergangenheit, insbesondere hinsichtlich Malware und Sicherheit im Allgemeinen.

Malware-Schreiber ließen wegen des wesentlich höheren Marktanteils der Windows-Systeme für gewöhnlich das Macintosh eigene Betriebssystem OS X eher unbeachtet. Aber regelmäßig erscheinende Proof-of-Concept Beispiele zeigen, dass auch dieses System nicht unverwundbar ist.

Besonders im Jahr 2006 gab es hierfür zwei nennenswerte Beispiele – zum einen der Wurm Leap.a, welcher die Anwender austrickste indem er damals vorgab, erste Screenshots von Leopard – der aktuellen Version von OS X – zu enthalten und sich via iChat weiter verbreitete. Zum anderen der Wurm Inqtana.a, welcher eine Bluetooth Schwachstelle ausnutzte, um andere Bluetooth-Geräte in Reichweite zu infizieren. Erst am 23. Januar 2009 ist ein neuer Schädling namens Backdoor.Mac.iWorm.a bekannt geworden. Dieser Schädling könnte mit der Absicht geschrieben worden sein, den Raubkopierern eine Lehre zu erteilen – dennoch, Malware ist und bleibt Malware.

Apples Umstieg auf die x86-Architektur im Jahr 2006 öffnete neue Wege: Niedrigere Preise und die Möglichkeit, Windows nativ auf Macintosh-Rechnern zu benutzen sprach eine breitere Zielgruppe an. Das Ergebnis: Eine stetig steigender Marktanteil, in Zahlen ausgedrückt: Ein Wachstum von 2,88% in 2004 auf über 10% Ende 2008. Die Kehrseite der Medaille: Die steigende Beliebtheit führte auch zu einem Anstieg an Schadprogrammen, welche es auf Macs abgesehen hat.

Obwohl die Anzahl an Malware an sich recht niedrig ist– insbesondere gegenüber Menge an Schadprogrammen für Windows – ist der sprunghafte Anstieg 2007 besorgniserregend. Sobald ein Betriebssystem eine kritische Grenze hinsichtlich seiner Verbreitung erreicht hat, gerät es auch in das Fadenkreuz der Malware-Autoren. Und diese haben es heutzutage auf Angriffe mit der Aussicht auf hohen Profit abgesehen.

Doch nicht nur die Computer selbst sind von diesem Risiko bedroht, auch Apples andere Produkte wie der iPod und das iPhone bieten mit ihrem Funktionsumfang und ihrer Netzwerk-Fähigkeit eine große Angriffsfläche für Malware.

Auch Mac-Besitzer müssen sich daran gewöhnen, durch regelmäßiges Updaten des Betriebssystems und der Anwendungen ihr System zu schützen. Insbesondere der iTunes Media-Player und Apple’s Safari Browser haben in Vergangenheit durch Sicherheitslücken auf sich aufmerksam gemacht. Nichtsdestotrotz ist der Mac bis heute einer der sichersten Systeme und kann sich diesen Platz auch weiterhin erhalten, wenn das Thema Sicherheit auch in Zukunft als ernstzunehmendes Thema in den Köpfen der Anwender bleibt.

Happy Birthday Macintosh! Alles Gute – insbesondere Gesundheit – für die nächsten 25 Jahre!

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.