Sonderrechte für deutsche Malware

Wenn Tageszeitungen und Fernsehen von Malware berichten, ist der Schaden meist schon passiert, tausende von Usern infiziert.

Seit Wochen berichten die Medien nun aber über Malware, die es eigentlich noch gar nicht gibt – es geht wieder um den „Bundes-Trojaner“, wie er im deutschsprachigen Netz inzwischen bezeichnet wird, und über den ich im Dezember bereits geschrieben hatte. Aber es geht auch über die Gefährung der Netzsicherheit, wenn solche Programme – mit welchen Absichten auch immer – in Umlauf gebracht werden.

Seitdem ist einiges passiert: Die Bundesregierung hat bestätigt, dass allein für die Erstellung zwei Entwickler und Kosten von bis zu 200.000 Euro eingeplant würden. Der Bundesgerichtshof entschied am Montag, dass eine elektronische Hausdurchsuchung nicht mit den bestehenden Gesetzen vereinbar ist. Nun fordern viele Politiker, einschließlich des Innenministers, entsprechend um so lauter eine Änderung dieser Gesetze, damit der Trojaner letztlich doch noch zum Einsatz kommen kann.

Dies wäre wohl das erste mal in der Geschichte eines Landes, dass ein Gesetz für anstatt gegen Malware erlassen wird – anders herum wäre es mir lieber.

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