News

SCADA-Exploits im Umlauf

Seitdem im letzten Jahr Stuxnet Schlagzeilen gemacht hat, ist das Interesse an Industriesteuerungssystemen (Industrial Control Systems, ICS) enorm gestiegen. Diese Entwicklung wird durch die Tatsache belegt, dass in der jüngsten Vergangenheit eine regelrechte Flut an Meldungen von (nicht gepatchten) Zero-Day-Schwachstellen und Exploits verzeichnet wurde.

Zu Wochenbeginn wurden auf Bugtrag nicht weniger als 34 nicht geschlossene Sicherheitsanfälligkeiten gepostet. Weiterhin wird in dem Originalartikel von The Register ein Exploit-Pack für SCADA erwähnt, das Pentestern derzeit zum Verkauf angeboten wird.

Ich bin gegen eine vollständige Offenlegung, aber diese Entwicklungen machen deutlich, dass ein fortgesetztes Interesse an diesen Systemen, die sensible Bereiche unserer Infrastruktur steuern – von Ampelanlagen über Stromnetze bis hin zu Flughafenkontrollsystemen -, besteht.

Dieser Bereich birgt einige interessante Herausforderungen. Der Hauptschwerpunkt von ICS/SCADA ist die Zuverlässigkeit/Laufzeit, während man sich mit dem Thema Sicherheit erst im Nachhinein irgendwie befasste.

Es gibt tatsächlich Unternehmen, die Systemlaufzeiten von 28 Jahren und mehr aufweisen, d.h. dass diese Unternehmen mit einem Betriebssystem arbeiten, das vor rund 30 Jahren entwickelt wurde. Es bedeutet ferner, dass – sofern sich nichts ändert – es noch weitere zehn (oder zwanzig) Jahre dauern könnte, bis ernsthafte sicherheitsrelevante Änderungen vorgenommen werden können.

Industrial Control Systems befinden sich genau im Spannungsfeld von staatlichem und privatem Sektor. Kritische Infrastrukturbereiche werden von Unternehmen betrieben, die dem Staat gehören. Sicherheitsbemühungen werden bei vielen dieser Unternehmen durch staatliche Regulierungen bestimmt.

Regierungen sind zwar nicht gerade für ihre schnelle Beweglichkeit bekannt, aber der wichtigste Impuls für eine bessere ICS/SCADA-Sicherheit muss von ihnen ausgehen.

Hoffen wir darauf, dass das Medieninteresse rund um diese Sicherheitslücken dazu beiträgt, das Thema voranzutreiben.

SCADA-Exploits im Umlauf

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach