News

Pepper Flash für Google Chromebooks – Was ist da los?

Gestern habe ich über eine veraltete Version des Adobe Flash Player auf einem kürzlich erworbenen Google Chromebook gebloggt. Am Dienstag hatte ich bereits eine Anfrage an das „Product Incident Response Team“ (PSIRT) von Adobe geschickt und mich erkundigt, ob sie über die alte Version Bescheid wüssten.

Heute hat sich Adobe bei mir gemeldet, um mir mitzuteilen, dass es sich bei der Flash Player Version 10.2.158.27 um die neuste Version des Flash für Chromebooks handelt. Dieses Patch wurde herausgebracht, kurz nachdem mein Post veröffentlicht worden war. (Wie man sieht, zeigt mein Screenshot die Version 10.2.158.26)

Aktuell wissen wir nicht, was mit diesem Update genau repariert wurde. Einige Quellen behaupten, dass die Version 10.2.158.26 bereits alle Sicherheitsfixes enthielt. Wir warten diesbezüglich noch auf die endgültige Bestätigung von Adobe.

Das wirft wiederum eine neue Frage auf – Warum wird ChromeOS im Bereich Flash 10.2 aktualisiert? Adobes eigener Dokumentation zufolge enthalten die Versionen 10.2.x.x noch immer einige ungepatchte Sicherheitslücken.

Die Antwort lautet Pepper. Der Chrome Flash Player Pepper ist eine Custom Flash-Version, die der Standard-Flash-Renderer im ChromeOS ist. So weit ich es beurteilen kann, verwendet Google Pepper Flash ausschließlich mit Chromebooks, doch es gibt nicht sonderlich viele allgemein verfügbare Dokumentationen zu Pepper Flash.

Das ChromeOS enthält auch eine Flash Standard-Version. Doch die ist eben nicht der Standard-Renderer.

So stellen sich die Dinge aktuell auf dem Chromebook dar:

Wie schon gesagt, warten wir noch immer auf ein endgültiges Wort – entweder von Adobe oder von Google – bezüglich des Sicherheitsstatus von Pepper Flash 10.2.158.26. Wir werden unseren Blog dann entsprechend aktualisieren.

Wie auch immer: Nachdem die Chromebooks nun offiziell auf dem Markt sind, muss auch eine bessere Dokumentation her. Da Adobe Flash ein äußerst beliebtes Angriffsziel ist, sollten die Anwender problemlos herausfinden können, ob sie die neuste Version verwenden oder nicht.

Pepper Flash für Google Chromebooks – Was ist da los?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach