Mobil hinter Gittern

Heute ist der vorletzte Tag auf der CeBIT, und trotz allen Trubels blieb doch noch etwas Zeit, zusammen mit einem deutschen Fernsehteam in die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig zu fahren. Hier steht ein Raum bereit, der mit seinen stacheligen Wänden zunächst wie ein riesiges Tonstudio aussieht, in Wirklichkeit aber dazu gedacht ist, jegliche Art von Funkwellen von der Außenwelt fernzuhalten.

Durch die Stacheln werden alle Wellen verstreut, und da der Raum von den Wänden bis zum Fußboden mit Metall verkleidet ist, bleiben so auch Bluetoothsignale durch das Prinzip „Faradayischer Käfig“ gefangen. Hier hatten wir also den perfekten Platz, um vor laufender Kamera den ersten Smartphonevirus Cabir von Handy zu Handy springen zu lassen. Auch wenn in Deutschland auch drei Jahre nach der Entdeckung Cabirs nur wenige In-the-wild-Fälle bekannt geworden sind, wurde doch allen Anwesenden klar, dass die Gefahr real ist. Insbesondere wenn man geschäftlich viel Unterwegs ist, denn in Teilen Asiens z.B. sind die Chancen einer Handyinfektion bereits deutlich höher als hierzulande. Deswegen: Niemals unbekannte Programme auf dem Handy installieren und Bluetooth ausschalten, wenn es nicht benötigt wird – auch auf der CeBIT.

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