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Daten sind Selbstläufer

Mittlerweile vergeht kaum eine Woche ohne Daten-GAU. Während eine New Yorker Bank dem Verlust eines unverschlüsselten Datenbandes mit 4.5 Millionen Kundendaten hinterher trauert, hat es hierzulande ein Telekommunikations-Unternehmen in die Schlagzeilen geschafft: Verbindungsdaten, die eigentlich Behörden im Kampf gegen Terrorismus zur Verfügung stehen sollten, wurden ohne rechtliche Grundlage für die Aufdeckung interner Spitzel an ein externes Sicherheitsunternehmen herausgegeben.

In beiden Fällen sind die Unternehmens-Kunden letztlich machtlos und können nur hoffen, dass sie durch solche Fälle keinen Schaden davontragen: Laut Spiegel fürchtet nun selbst der Bundesnachrichtendienst um die Sicherheit seiner Verbindungsdaten, und in einer Umfrage der ARD gaben 72 Prozent aller Befragten an, um die Sicherheit ihrer privaten Daten zu bangen.

Würden alle Unternehmen ihre Daten verschlüsseln und ihre Mitarbeiter in Awareness-Schulungen trainieren wäre hier schon einiges gewonnen, doch selbst dann bliebe natürlich das Risiko des bewussten Missbrauchs bestehen. Das ist die Krux mit der digitalen Welt: Sind Informationen erst einmal irgendwo gespeichert neigen sie dazu, sich zu vermehren und selbstständig zu machen – und schon kurze Zeit später ist es oftmals unmöglich, alle Kopien ausfindig zu machen und damit kontrollieren zu können. Und ein Unternehmen, dessen Servern man heute noch vertrauensvoll seinen Liebeskummer anvertrauen würde, könnte vielleicht schon morgen von einer weniger freundlichen Firma aufgekauft werden. Der beste Weg, seine eigenen Daten zu schützen, ist also nach wie vor, sie gar nicht erst herauszurücken – und das ist heutzutage gar nicht mehr so einfach.

Daten sind Selbstläufer

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