Googlesperre – Fehlalarm in der Suchmaschine

Vor wenigen Tagen erschien beim „Inquirer“ ein unterhaltsamer Artikel, in dem ein Redakteur darüber klagt, dass Google ihn für ein bösartigen Computerprogramm hält.
Heute hat es einen unserer Kunden erwischt – zahlreiche seiner Mitarbeiter erhielten beim Nutzen von Google diese Meldung:

Was ist ihnen – und vermutlich auch dem Redakteur des Inquirers – passiert? Viele Spammer missbrauchen Google zum Aufstöbern von E-Mail-Adressen potentieller Opfer und lassen diese Aufgabe automatisiert von kleinen Scripten ausführen, die oft von infizierten Computern aus arbeiten . Google wehrt sich in solchen Fällen mit einer vorübergehenden Sperre, die nur durch Eingabe einer Buchstabenkombination (siehe Bildschirmfoto) wieder aufgehoben werden kann.

Fällt ein Anwender aus Fleisch und Blut durch sein Verhalten nun in das Erkennungsraster (wir konnten dies inzwischen reproduzierbar nachstellen), gerät seine IP ebenfalls auf die schwarze Liste. Problematisch wird es, wenn er dazu noch hinter einem Proxyserver sitzt. Denn dann ist es der Proxyserver, der irrtümlich für den Angreifer gehalten wird, und alle Anwender, die ebenfalls über den Proxy die Dienstleistung von Google nutzen möchten, müssen mit Einschränkungen rechnen – bis jemand die erlösende Buchstabenfolge eingibt.

Natürlich wäre es auch möglich gewesen, dass hinter der Warnung kein Fehlalarm steckt und sich im Netzwerk ein infizierter Computer befindet – in so einem Fall könnte die Warnung der Suchmaschine ein erster Hinweis sein. Doch auch wenn Google vieles findet: Zum Suchen von Malware auf dem eigenen System ist ein dediziertes Antivirenprogramm dann doch die zuverlässigere Lösung : )

Missverständnisse wie diese wären vermeidbar, wenn Google künftig einen entsprechenden Hinweis geben würde, dass eventuell gar nicht der Computer selbst, sondern der davorstehende Proxy als Bot klassifiziert wurde. Wir haben diese Anregung an Google weitergegeben und sind gespannt auf die Antwort.

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