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Entwicklungssets für Spielkonsolen

Computermalware gibt es schon seit über 20 Jahren, doch erst das Internet verhalf den digitalen Plagegeistern zum endgültigen Durchbruch. Spielkonsolen hingegen blieben bis jetzt weitestgehend verschont – zwar gibt es mit mit Trojan.Nintendo.Taihen.a und Trojan.Nintendo.Taihen.b zwei Trojaner für die Portablekonsole Nintendo DS, und auch Sonys Portable Playstation ist mit Trojan.PSP.Brick.a bereits betroffen, doch die Zahl der Opfer ist gering. Der Grund: Um sogenannte „Homebrew“-Software, also nicht vom Konsolenhersteller zertifizierte Software, überhaupt zum laufen zu bekommen, sind einige Kniffe und Modifikationen an der Spielkonsole nötig.

Für Sonys Playstation 2 (und wie angekündigt auch für die Playstation 3) gibt es zwar eine eigene Linux Distribution, die zum Programmieren einlädt. Die hiermit erstellen Programme laufen aber nur auf Playstations, auf denen ebenfalls Linux installiert wurde.

Vor wenigen Tagen hat Microsoft nun auch angekündigt, dass User zukünftig eigene Software für die Xbox 360 entwickeln können, eine mit 99 Dollar/Jahr recht kostengünstige Registrierung vorausgesetzt – und das Ganze natürlich ohne Linux. Auch hier laufen die so entwickelten Programme nur auf anderen Entwicklungssystemen, und können zudem nur in Form des Source-Codes weitergegeben werden. Aus Sicherheitsaspekten sicher eine weise Entscheidung.

Ich hoffe, dass es dabei auch in absehbarer Zukunft bleibt. Denn sollten es Sony, Microsoft, Nintendo oder Hacker je ermöglichen, von Usern erstellte Programme ohne großen Aufwand auch aus dem Internet zu laden, wäre die Büchse der Pandora geöffnet: Die Kombination ungeschützte Spielkonsole, Internet plus eventuell unbekannte Sicherheitslöcher würden die bisher von allem Bösen verschonten Konsolenspieler zum Freiwild für Malwareprogrammierer machen.

Entwicklungssets für Spielkonsolen

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