Viren-Almanach (Nr. 2, März 2007)

Auch in diesem Monat bieten wir Ihnen wieder eine interessante Sammlung seltsamer, jedoch nicht ungefährlicher Programme:

  1. „Gierigster Schädling im Bank-Bereich“. Im März siegte in dieser Kategorie Trojan-PSW.Win32.Agent.km, der sich nicht nur mit 42 Banken gleichzeitig beschäftigt, sondern auch versucht, TAN-Codes abzufangen, was noch einmal bestätigt, dass die derzeitigen Schutzmaßnahmen kein Hindernis für Übeltäter darstellen. Auf der Opfer-Liste dieses Trojaners stehen viele führende weltweite Banken.
  2. „Gierigster Schädling für elektronische Geldsysteme“. In der zweiten Kategorie hinterließ eine der Modifikationen von Trojan-Spy.Win32.Banker.clu ihre Spuren, die am Zugriff auf drei elektronische Geldsysteme interessiert ist
  3. „Gierigster Schädling für Key Cards“. Hier siegte Trojan-Spy.Win32.Banker.ciy. War der Sieger im letzten Jahr noch an 3 Systemen von Key Cards gleichzeitig interessiert, so stürmte der Nominierte in diesem Monat spürbar voran, er zeigt bereits Interesse an 5 Systemen
  4. „Verstecktester Schädling“. Sieger wurde hier Backdoor.Win32.Hupigon.elw, der 7-fach durch verschiedene Packprogramme ausführender Dateien verpackt war.
  5. „Kleinster Schädling“. In diesem Bereich etablierte sich ein „kleines Häufchen“, nämlich der nur 51 Byte große Hoax.Bat.AlotWindows.a, der seinem Wesen nach ein übler Scherz für den Nutzer ist. Beim Start öffnet dieser Winzling ein Fenster mit dem Text „DDoS DOS!“ auf dem Computer. Zu mehr ist er nicht in der Lage.
  6. „Größter Schädling“. Der „Kracher“ in diesem Monat ist Trojan.Win32.Haradong.ao mit einer Größe von 182 MB (!). Es ist bemerkenswert, dass sich diese Datei als Video-File verbreitet und die Erweiterung „avi.scr“ besitzt. Nur durch diesen Fakt ist auch eine derartige Größe bedingt.
  7. „Feindseligster Schädling“. Im März steht hier Backdoor.Win32.Rbot.aeu an der Spitze, der sich mit vielzähligen Kniffen den Schutzmaßnahmen widersetzte.
  8. „Im E-Mail-Traffic verbreitetster Schädling“. Nach den Ergebnissen im März etablierte sich hier der altbekannte Email-Worm.Win32.NetSky.q, auf dessen Konto fast 14 Prozent des schädlichen E-Mail-Traffics gehen, was ein weiteres Mal die Stärke der alten Generation beweist.
  9. „Verbreitetste Familie unter den Trojanern“. Im ersten Frühlingsmonat wurde die Familie des chinesischen Backdoor.Win32.Hupigon, die sich in 326 Modifikationen zeigte, zur verbreitetsten.
  10. „Verbreitetste Familie unter Viren und Würmern“. Verbreitetste Familie unter den Viren und Würmern im März blieb unser alter Bekannter – der Wurm Warezov, der im Verlaufe des Monats in 44 Modifikationen entdeckt wurde.

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