Viren-Almanach (Nr. 12, Dezember 2008)

Das vergangene Jahre endete mit alten Bekannten sowie ganz neuer Malware. In der Hitliste der Extremschädlinge für Dezember 2008 registrierten die Experten von Kaspersky Lab unter anderem neue Schadprogramme aus dem Bank-Bereich und für elektronische Geldsysteme. Der „kleinste Schädling“ zeigte sich resistent gegen seine Konkurrenz und konnte sich –noch einmal verkleinert – auf dem ersten Platz halten. Besonders unverwüstlich ist der Spitzenreiter in der Kategorie der „am weitesten verbreitete Familie unter Viren und Würmern“: Seit sieben Monaten hält sich hier Worm.Win32.AutoRun. Man darf also gespannt sein, wie sich die Hitliste der Extremviren im Jahr 2009 entwickeln wird.

  1. „Gierigster Schädling im Bank-Bereich“: Trojan.Win32.Qhost.gn. konnte sich gegen den Spitzenreiter des Vormonats durchsetzen. Er lenkte die Kunden von 39 Banken – ganze 19 mehr als der Vormonats-Sieger – auf eine Phising-Seite um.
  2. „Gierigster Schädling für elektronische Geldsysteme“: Trojan.Win32.Agent.eii erwies sich im Dezember als der aktivste Schädling dieser Kategorie. Er griff die Nutzer von drei elektronischen Geldsystemen gleichzeitig an.
  3. „Gierigster Schädling für Key Cards“: Auch hier ist der oben erwähnte Trojan.Win32.Agent.eii führend. Er richtete seine kriminelle Tätigkeit auch gegen die Kunden von vier Geldkartensystemen.
  4. „Bestversteckter Schädling“: Am besten versteckt hat sich im Dezember erneut eine Modifikation namens Trojan-PSW.Win32.LdPinch.auv. Diesmal war der Trojaner zehnfach von unterschiedlichen Komprimierungsprogrammen gepackt – zweimal mehr als im Vormonat.
  5. „Kleinster Schädling“: Der kleinste Schädling war im Dezember wieder Trojan.BAT.Shutdown.g. Ihm reichten gerade einmal 20 Byte aus, um die Computer seiner Opfer in die Knie zu zwingen.
  6. „Größter Schädling“: Im Dezember 2008 nimmt den Platz des größten Schädlings Trojan-Banker.Win32.Banbra.bby ein. Mit seinen 27 MB war er um 8 MB größer als sein Vorgänger im November.
  7. „Populärster Exploit“: Besonders aufgefallen im Dezember sind die Exploits für SWF-Schwachstellen. Der Anteil der SWF-Exploits lag bei zwölf Prozent der gesamten im Web entdeckten Malware.
  8. „Am weitesten im Netz verbreiteter Schädling“: Den Dezember-Ergebnissen zufolge verbreitete sich Trojan-Downloader.HTML.IFrame.wf. am weitesten. Er hatte einen Anteil von acht Prozent am insgesamt im Web entdeckten Schadode. Damit war er doppelt so verbreitet wie der Vormonats-Sieger.
  9. „Am weitesten verbreitete Familie unter den Trojanern“: Das Jahresende brachte auch hier eine Veränderung. Backdoor.Win32.Hupigon. trat mit 1.499 bis dato unbekannten Modifikationen in Erscheinung.
  10. „Am weitesten verbreitete Familie unter Viren und Würmern“: Last but not least zeigt sich Worm.Win32.AutoRun erneut siegreich gegen die monatliche Konkurrenz. Mit 312 Modifikationen wurde der Schädling wieder Spitzenreiter dieser Kategorie.

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