SQL für Dummies

Immer wieder aufs Neue versuchen die Spammer mit den verschiedensten Mitteln, die E-Mail-Filtersysteme zu umgehen und ihre Informationen an die Anwender zu bringen. Und obgleich wirklich neue Methoden (wie z.B. der Versand von von einem Bot gelesenen mp3) recht selten sind, kommen sie immer mal wieder vor.

So registrierten die Analysten von Kaspersky Lab kürzlich einige interessante neue Ansätze. Tarnung durch Verrauschen ist absolut banal, doch die Links in dem unten gezeigten Beispiel wurden in einer für Spam äußerst untypischen Manier präsentiert.

Der Trick selbst war ziemlich simpel und erwies sich als noch relativ unschädlich: In der URL der E-Mail wird eine Anfrage für eine Website verwendet, die für SQL-Einschleusung anfällig ist. Am Ende des Codes erhält man nur eine einzige Zeile – den Spam-Link (in unserem Fall eine typische Werbung der Kategorie „Pharmazie“). Dorthin wird der Browser des Anwenders umgeleitet, wenn die Ausgangswebsite die Ausführung solchen Codes ermöglicht.

Die geringe Anzahl der Beispiele, die uns im Laufe einer Woche der Beobachtung untergekommen ist, deutet darauf hin, dass viele Website-Inhaber nach den großangelegten SQL-Attacken von LizaMoon entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen haben und es nicht mehr so leicht ist, massenhaft passende „Spender“ zu finden.

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