RedBrowser.a – Trojaner für Mobiltelefone mit Java-Unterstützung

Am 27.2. entdeckten wir ein neues Schadprogramm – den ersten Trojaner für Mobiltelefone, die Java-Anwendungen (J2ME) ausführen können. Der Virus, dem die Kaspersky-Lab-Virenanalytiker den Namen Trojan-SMS.J2ME.RedBrowser.a gaben, kann nicht nur Smartphones infizieren, sondern sämtliche Mobiltelefone, welche die Java-Plattform unterstützen.

RedBrowser.a taucht maskiert als Programm auf, das in der Lage ist, WAP-Seiten ohne die Einrichtung eines WAP-Zugangs aufzurufen. Nach Angaben der Progamm-Autoren wird diese Funktion durch Versand und Empfang kostenloser SMS-Mitteilungen realisiert. Tatsächlich aber verschickt der Trojaner SMS-Nachrichten an kostenpflichtige Mobile Services. Für jede derartige Mitteilung wird das Kundenkonto mit 5,- bis 6,- US-Dollar belastet.

Zum Glück kann der Trojaner vom Anwender mithilfe der Telefon-Standard-Utilities auf einfachste Weise deinstalliert werden.

Obwohl bis jetzt nur eine einzige Modifikation von RedBrowser entdeckt wurde, kursieren im Internet mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits weitere Versionen dieser Schadprogramm-Art. Nach Meinung der Experten von Kaspersky Lab ist die Existenz von RedBrowser ein Zeichen dafür, dass die Virenschreiber ihre „mobile Reichweite“ erweitert haben und nun nicht mehr nur teure Smartphones bedrohen.

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