Neues über mobile Viren

Mit dem ersten Quartal 2006 ist ein Wandel in der Entwicklungs-Dynamik der mobilen Viren verbunden. Die Epoche der zahlenmäßigen Entwicklung – primitiver Trojaner für Symbian OS – ging zuende, ein neuer Qualitätssprung setzte ein.

Widmen wir uns der Liste mobiler Viren (in chronologischer Reihenfolge), die 2006 auftauchten.

Trojan-SMS.J2ME.RedBrowser
Worm.MSIL.Cxover
Worm.SymbOS.SteelWar
Email-Worm.MSIL.Letum
Trojan-Spy.SymbOS.Flexispy
Trojan.SymbOS.Singlejump
Trojan.SymbOS.Rommwar
Trojan.SymbOS.Arifat

Was beobachten wir?

1. Die Ersteller mobiler Viren haben damit begonnen, sich neue Programmiersprachen anzueignen – .NET („.MSIL.“), Java („.J2ME.“).
2. Dies wiederum bestimmt einen neuen Trend in der Entwicklung der mobilen Viren – die Neigung zur Crossplattform-Fähigkeit. So infiziert, beispielsweise, Worm.MSIL.Cxover, wenn er auf dem PC gestartet wurde, die über Active Sync zugänglichen mobilen Geräte, und von den mobilen Geräten aus über denselben Mechanismus infiziert er den Computer.
3. Trojan-Spy.SymbOS.Flexispy ist ein kommerzieller Trojaner, der Telefon- und SMS-Logs sammelt. Ein Beispiel ist natürlich wenig, um objektiv einen Trend zu definieren, aber für folgende Schlussfolgerung ist es ausreichend: der Bereich der mobilen Viren durchkreuzt nun erstens – den kommerziellen, und zweitens – den Spionage-Bereich.

Mir scheint, dass dies nur der Anfang ist.

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