Neuer Win64-Virus aufgetaucht

Seit gestern befindet sich in unserer Antivirendatenbank die Signatur des neuen Virus.Win64.Abul.a.

Nach Virus.Win64.Rugrat.a und Virus.Win64.Shruggle.a handelt es sich dabei um den mittlerweile dritten Win64-Virus. Der Schädling ist komplett in C geschrieben, mit 3700 Bytes sehr kompakt, und verwendet Betriebssystemfunktionen, um infizierte Dateien soweit zu komprimieren, dass sich ihre Dateigröße auch nach der Infektion nicht ändert.

Davon abgesehen gibt es keine auffälligen Besonderheiten – Abul.a greift auf die klassischen Infektionsmethoden zurück, die wir bereits aus der Win32-Welt kennen.

Er schleust sich selbst in die Prozesse CSRSS.exe und Winlogon.exe ein, und versucht schließlich, alle ausführbaren Dateien auf der Festplatte zu infizieren. Wenn der Ansatz nicht greifen sollte, die veränderte Dateigröße nach der Infektion durch Teilkompression zu kaschieren, wird die entsprechende Datei übersprungen.

Wie am Beispiel des neuen Viruses zu sehen ist, greifen die Virenschreiber, von einigen kleinen Änderungen abgesehenb, auf bekannte und bewährte Methoden zurück. So dürfte es noch eine Weile dauern, bis wir etwas wirklich neues für die Win64-Plattform entdecken – wobei in der Welt der Viren nie sicher ist, ob die nächste große Überraschung nicht bereits hinter der nächsten Ecke lauert.

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