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Kopfzerbrechen in Zahlen

Die Sicherheitslücke im Windows Help and Support Center (CVE-2010-1885) bereitet den Experten der Antiviren-Unternehmen nun schon seit 3 Wochen reichlich Kopfzerbrechen. Ich versuche einmal, mit Hilfe des Systems KSN einen Überblick über das Problem zu geben.

Die ersten Samples des Exploits dieser Sicherheitslücke wurden den Datenbanken am 10. Juni von Kaspersky Lab hinzugefügt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir über 14 000 Attacken unter Verwendung von CVE-2010-1885 registriert.

Die Grafik zeigt die Verteilung der Detektionen nach Tagen.

Von besonderer Bedeutung ist allerdings der Wert für die Verbreitung des Exploits im Internet. Nach Daten des Systems KSN waren am 2. Juli mehr als 300 Websites mit dem Exploit infiziert.

Ich führe an dieser Stelle nur die Top 10 für zwei Varianten des Exploits an:

Die zwei Spitzenpositionen setzen sich ganz deutlich vom restlichen Feld ab. Es handelt sich in beiden Fällen um maliziöse Websites, die Schadprogramme nach der Methode Pay-per-Install verbreiten. Auf ihnen sind so genannte Exploit-Packs installiert, die den User unter Verwendung gleich mehrerer Schwachstellen angreifen. In der Liste sind auch einige legale Websites vertreten, die in den meisten Fällen IT-Sicherheit zum Inhalt haben. Auch auf ihnen wurden Beispiele des Exploits platziert.

Hier ist die Lage einfacher. Alle Seiten auf der Liste (die gesamte Aufstellung umfasst etwa 200 Ressourcen) sind auch Teilnehmer an illegalen Partner-Programmen.

Die meisten Websites, die derzeit mit Hilfe des Exploits Bedrohungen im HCP verbreiten, tragen russische Handschrift. Aus diesem Grund gehört Russland auch zu den Hauptopfern dieser Sicherheitslücke und führt somit die Liste der am häufigsten angegriffenen User an.

Die USA, Portugal und Deutschland zählen ebenfalls zu den Ländern, deren Anwender am häufigsten zur Zielscheibe wurden.

P.S.: Microsoft hat bisher nicht mitgeteilt, dass eine außerplanmäßige Veröffentlichung eines Patches für diese Sicherheitslücke geplant ist. Das bedeutet, dass die Anwender von Windows XP und Windows Server 2003 noch einige Wochen nicht ohne Sorge im Internet unterwegs sein können.

Kopfzerbrechen in Zahlen

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