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Kaspersky Lab erneuert Analysemethode und Zusammenstellung der Viren-Top-20

Kaspersky Lab geht neue Wege in der Virenanalyse und der Zusammenstellung seiner monatlichen Top 20. Seit Anfang Juli nutzt der russische IT-Sicherheitsexperte hierzu das Kaspersky Security Network (KSN), das bereits in den aktuellen Produkten der Version 2009 eingesetzt wird. KSN löst die bisherige Analyse des E-Mail-Traffics sowie durch Online-Scanner ab. Mit der neuen Technologie lassen sich Informationen über Virenbedrohungen besser sammeln und Entwicklungen genauer vorhersagen. KSN bietet damit Anwendern einen schnelleren Schutz vor Viren und wird der dynamischen Veränderungsrate von Bedrohungen aus dem Internet gerecht.

Aufgrund der Umstellung auf das KSN-System vor einem Monat ist eine genaue Virenprognose zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Für die meisten europäischen Länder und Asien ergaben die Arbeitsergebnisse des KSN aber schon im Juli folgende Angriffsmerkmale: Anwendercomputer wurden am häufigsten von trojanischen Programmen aller Art angegriffen – satte 74 Prozent gehen auf das Konto dieser Malware. Angriffe von AdWare lagen bei 16 Prozent, VirWare und MalWare bei jeweils vier Prozent. Es wurden auf Anwendercomputern 20.704 Schad- und Werbeprogramme registriert – 20.000 sind nach Meinung der Experten von Kaspersky Lab noch unentdeckt.

Neu in den Top 20 ist, dass die Virenaktivitäten in zwei Hitlisten ermittelt werden. Die erste Liste repräsentiert eine Aufstellung der am weitesten verbreiteten Schad- und Werbeprogramme, berechnet nach der Anzahl der Computer, auf denen sie entdeckt wurden (in Prozent):

Position Name
1   Trojan.Win32.DNSChanger.ech  
2   Trojan-Downloader.WMA.Wimad.n  
3   Trojan.Win32.Monderb.gen  
4   Trojan.Win32.Monder.gen  
5   not-a-virus:AdWare.Win32.HotBar.ck  
6   Trojan.Win32.Monderc.gen  
7   not-a-virus:AdWare.Win32.Shopper.v  
8   not-a-virus:AdTool.Win32.MyWebSearch.bm  
9   Trojan.Win32.Agent.abt  
10   Worm.VBS.Autorun.r  
11   Trojan.Win32.Agent.rzw  
12   Trojan-Downloader.Win32.CWS.fc  
13   not-a-virus:AdWare.Win32.Mostofate.cx  
14   Trojan-Downloader.JS.Agent.bi  
15   Trojan-Downloader.Win32.Agent.xvu  
16   not-a-virus:AdWare.Win32.BHO.ca  
17   Trojan.Win32.Agent.sav  
18   Trojan-Downloader.Win32.Obitel.a  
19   Trojan.Win32.Chifrax.a  
20   Trojan.Win32.Agent.tfc  

Die zweite Liste zeigt, mit welchen Schadprogrammen die Anwendercomputer am häufigsten infiziert waren (prozentualer Anteil an der Gesamtzahl der infizierten Objekte). Besondere Aufmerksamkeit verdient hier das Schadprogramm Get.Codec.d: Dieser Wurm, der Audiodateien mit Trojanern infiziert, scheint sich besonders aktiv auf Anwendercomputern zu verbreiten. Kaspersky Lab berichtete bereits in einer separaten Meldung (http://www.kaspersky.com/de) über dieses Schadprogramm.

Position Name
1   Trojan.Win32.DNSChanger.ech  
1   Virus.Win32.Virut.q  
2   Worm.Win32.Fujack.ap  
3   Net-Worm.Win32.Nimda  
4   Virus.Win32.Hidrag.a  
5   Virus.Win32.Neshta.a  
6   Virus.Win32.Parite.b  
7   Virus.Win32.Sality.z  
8   Virus.Win32.Alman.b  
9   Virus.Win32.Virut.n  
10   Virus.Win32.Xorer.du  
11   Worm.Win32.Fujack.aa  
12   Worm.Win32.Otwycal.g  
13   Worm.Win32.Fujack.k  
14   Virus.Win32.Parite.a  
15   Trojan-Downloader.WMA.GetCodec.d  
16   Virus.Win32.Sality.l  
17   Virus.Win32.Sality.s  
18   Worm.Win32.Viking.ce  
19   Worm.VBS.Headtail.a  
20   Net-Worm.Win32.Allaple.b  

Ab August wird Kaspersky Lab wie gewohnt eine Statistik mit Daten über mögliche Positionsveränderungen aller Schad- und Werbeprogramme sowie Angaben über deren genaue Anteile veröffentlichen.

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