Gib mir deine Kleider, deine Schuhe und dein Motorrad

Natalya Zablotskaya

Eine klassische Betrugsmethode im Internet läuft nach dem folgenden Schema ab: Sie erhalten eine E-Mail, in der Sie aufgefordert werden, vertrauliche Daten anzugeben – Login oder Passwort für den E-Mail-Account/die Internet-Geldbörse/den Online-Game-Account usw. Angebliche „Support-Services“ verschiedener Dienste, im Namen derer derartiges Spam verschickt wird, drohen im Falle der Nicht-Erfüllung ihrer Forderung damit, den Zugriff auf den jeweiligen Dienst einzuschränken oder gar völlig zu sperren.

Letzte Woche wurde eine solche Mail von unserem Spam-Filter abgefangen, mit der die Betrüger versuchen…den Aktivierungscode für Produkte von Kaspersky Lab zu erpressen (offensichtlich haben sie Sicherheits-Lösungen dringend nötig!). Im Übrigen geben sich die Cyberkriminellen in diesem Fall nicht mit dem Zugangscode zufrieden – sie fordern von dem Empfänger der Mail außerdem die aktuelle Adresse, die Handynummer und…die Kreditkartennummer. Da kann man sich schon freuen, dass sie nicht auch noch den Haustürschlüssel verlangen.

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„Sehr geehrter Anwender! Vielen Dank, dass Sie sich für eines unserer Produkte entschieden haben. Leider sind in letzter Zeit immer häufiger Hacker auf den Plan getreten, die unseren Namen verwenden, um so Informationen von unseren Anwendern zu stehlen! Kaspersky Lab setzt sich stets für Ihre Sicherheit ein, daher halten wir es für unumgänglich, Sie über neue Schadprogramme zu informieren! Wir teilen Ihnen mit, dass prophylaktische Arbeiten im Kampf gegen Hackerattacken durchgeführt wurden! Um Ihre Identität als unser lizenzierter Anwender zu bestätigen, senden Sie uns bitte Ihren Aktivierungscode mit allen dazugehörigen Informationen zu. Zudem schicken Sie uns bitte Ihre Adresse, Handynummer sowie die Nummer Ihrer Kreditkarte (zur Abbuchung der Kosten für die Lizenzverlängerung). Kommen Sie der Aufforderung nicht nach, sieht sich unser Unternehmen gezwungen, harte Maßnahmen zu ergreifen – bis hin zur Blockierung des Zugriffs auf Ihr Betriebssystem. Mit besten Wünschen, Kaspersky Lab“

Ich hoffe, dass unsere Anwender nicht so naiv sind, in diese primitive Falle zu tappen. Und dass es nicht nötig ist, ihnen zu erklären, dass Kaspersky Lab niemals ein derartiges Schreiben versenden würde; dass alle Instruktionen und fürchterlichen Drohungen nur ein mieser Trick der Kriminellen sind, die versuchen irgendwie an vertrauliche Anwenderdaten zu kommen.

Der Gerechtigkeit halber sei noch erwähnt, dass in der Mail nicht alles gelogen ist: Es sind tatsächlich Hacker auf den Plan getreten, die versuchen, sich unseres Namens zu bedienen. Und richtig ist natürlich auch, dass Kaspersky Lab sich stets für die Sicherheit seiner Anwender einsetzt.

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