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Zero-Day-Code für Quicktime veröffentlicht

Apple kommt in Sachen Quicktime nicht zur Ruhe: Nur wenige Tage, nachdem das Unternehmen einen umfassenden Patch für Quicktime veröffentlicht hat, kursiert neuer Angriffscode im Internet. Dieser kann möglicherweise auch dazu genutzt werden, bösartigen Code auf angegriffenen Systemen auszuführen – sicher ist sich da aber nicht einmal der Urheber.

Ein Hacker hat einen neuen Angriffscode für Quicktime im Internet veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine so genannte Zero-Day-Lücke, es gibt also noch keinen Patch dagegen. Der Angriffscode wurde laut einem Bericht unsere Kollegen von Computerworld auf der Site milw0rm.com präsentiert. Der Code nutzt dabei ein Problem im „„-Parameter in Quicktime aus, der offenbar nicht mit extrem langen Strings umgehen kann, sagt Aaron Adams, Sicherheitsexperte bei Symantecs Sicherheitsnetzwerk Deepsight. „Symantec untersucht derzeit die Problematik, um die technischen Hintergründe zu klären“, sagte Adams.

In seiner jetzigen Form ist der Code relativ harmlos und bringt Quicktime lediglich zum Absturz. Allerdings: „Der Angriffscode lässt vermuten, dass die Ausführung von Code möglich sein könnte“, sagte Adams. Dadurch könnte die Lücke zum Einfallstor für Malware werden, etwa indem ein Angreifer eine Website entsprechend präpariert. Auch der Urheber des Codes ist sich offenbar nicht ganz sicher, ob sein Werk auch das Ausführen von Code ermöglicht. In dem Eintrag auf milw0rm.com schreibt er lediglich, dass es möglich sein könnte. Um sich vor dem Angriffscode zu schützen, bleibt Anwendern derzeit lediglich die Möglichkeit, Quicktime komplett zu deaktivieren. Erst in der vergangenen Woche hat Apple Quicktime auf die Version 7.5.5 gehievt, dabei wurden insgesamt neun Sicherheitslücken geschlossen, acht davon ermöglichten das Ausführen fremden Codes. Der aktuelle Patch war der bislang fünfte in diesem Jahr, dabei wurden über 30 Sicherheitslücken geflickt.

Zero-Day-Code für Quicktime veröffentlicht

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