World of Warcraft: Sicherheitstool Warden in der Kritik

Die Software Warden soll Online-Gamer vor Betrügern schützen – könnte nach Expertenmeinung aber auch einen ausgezeichneten Malware-Lieferanten abgeben.

Blizzard, der Entwickler von World of Warcraft (WoW), setzt Warden ein, um die Spielergemeinschaft unter anderem vor Cheatern zu schützen. Das Tool besteht aus drei Teilen, von denen jeweils einer auf den Blizzard-Servern, einer im WoW-Clienten und einer nach dem Login auf dem Rechner des Spielers läuft. Der letzte Teil bereitet Sicherheitsexperten Kopfzerbrechen.

Programmierer Joe Thaler vom Software-Entwickler Lavishsoft sieht das Hauptproblem im polymorphen Code des Programms. Der Hash-Algorithmus ändert sich ständig und verhält sich dabei auf den Rechnern der User wie ein Virus der nicht erkannt werden will. Diese Tatsache würde Warden zu einem ausgezeichneten Malware-Lieferanten machen.

Thaler geht davon aus, dass Blizzard nicht mit dieser Absicht in die Rechner der Anwender eindringt, dennoch wären die rund acht Millionen WoW-Nutzer weltweit eine sehr große Zielgruppe für Viren, Würmer oder Trojaner. Um diese Zweifel auszuräumen, fordert Thaler eine Rückverfolgbarkeit der Nutzerdaten, die während des Spielens an die Blizzard-Server gesendet werden. Denn ein Einbruch in über acht Millionen Nutzer-Rechner hätte sicherlich verheerende Folgen für die Internetwirtschaft.

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