Wi-Fi-Zugriffspunkt von AT&T schleust Werbung in Webseiten ein

Wie CSO Online mitteilt, installiert der größte Telekommunikationsprovider der USA, AT&T, Zugriffspunkte, die Werbebanner in die zu landenden Webseiten einschleusen. Das berichtete Jonathan Mayer von der Stanford University.

Als er sich vergangene Woche auf dem Flughafen von Dallas aufhielt, bemerkte Mayer, dass auf der Website der Stanford University Werbebanner mit Reklame für Juwelierläden und für Dienstleistungen des Unternehmens AT&T erschienen, die vorher nicht dort waren. Auf anderen Sites wurde ebenfalls Werbung angezeigt.

Allem Anschein nach arbeitet AT&T mit dem Unternehme RaGaPa zusammen, das auf „Hot Spot Branding“ spezialisiert ist. Der Dienst fügt drei verschiedene Codefragmente in den Tab des Browsers zur Einschleusung von Werbeblöcken auf der Website hinzu, einen Ersatz-Werbeblock eingeschlossen, für den Fall, dass der Browser kein JavaScript ausführt.

„Wir haben für einen begrenzten Zeitraum das Werbeprogramm auf zwei Flughäfen (Dallas und Ronald Reagan Washington National Airport) getestet“, erklärte ein Vertreter von AT&T auf der Website von PCWorld. „Dieser Testlauf ist nun abgeschlossen. Er war Teil einer Initiative zur Suche nach alternativen Wegen, kostenlosen Wi-Fi-Zugriff zu gewährleisten, das zudem schnell, sicher und geschützt ist.“

Das Einschleusen von Werbung ist deswegen ein Problem, weil dann dort Probleme mit der Sicherheit auftreten können, wo es vorher keine gab. Mayer bestätigt, dass dadurch eine Site gehackt und jegliche User-Aktivität im Browser für Dritte, in diesem Fall RaGaPa, sichtbar wird.

Die gute Nachricht dabei ist, dass es eine Methode zum Schutz vor derartiger Einschleusung von Werbung gibt. Die Installation der Browser-Erweiterung HTTPS Everywhere von EFF zwingt den Browser dazu, eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung mit allen Sites aufzubauen, die dieses Protokoll unterstützen. Die Technologie zum Einschleusen von Werbung funktioniert bei einer HTTPS-Verbindung nicht.

Auch die Verwendung von VPN beim Verbinden mit öffentlichen Wi-Fi-Zugriffspunkten bietet nicht nur einen Schutz vor unerwünschter Werbung, sondern auch vor Hackerangriffen.

Quelle: CSO Online

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