Werbemüll passé?

Die Studie „Antispam-Strategien – Unerwünschte E-Mails erkennen und abwehren“ hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) heute auf dem 9. IT-Sicherheitskongress vorgestellt. IT-Verantwortliche erhalten darin einen Überblick über alle Aspekte zur Entwicklung einer individuellen Antispam-Strategie.

„Werbemails und andere unerwünschte E-Mails (Spam) kosten nicht nur Zeit und Geld, sondern gefährden langfristig das Vertrauen der Menschen und Unternehmen in die elektronische Kommunikation und die gesamte Informationstechnologie“, sagt Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des BSI. „In der Studie zeigen wir nicht deshalb nicht nur, wo die Probleme in der Praxis liegen, sondern beschreiben Lösungen. Unser Ziel ist es, Antispam-Strategien flächendeckend umzusetzen – nur so können wir das Problem weltweit lösen“, so Helmbrecht weiter.

Die Studie bündelt Informationen zu technischen, rechtlichen und organisatorischen Aspekten, die bisher nur einzeln verfügbar waren.
Maßnahmen gegen Spam werden praxisnah und anschaulich erläutert.
Orientierung für Investitionsentscheidungen bieten die beispielhaften Kostenbetrachtungen. Verschiedene Fallbeispiele erleichtern es zudem, die Empfehlungen in der Praxis anzuwenden und eine entsprechende Strategie zu entwickeln. Juristische Informationen zum Thema Spam runden die Studie ab.

Inzwischen haben Spammails den größten Anteil am weltweiten E-Mail-Verkehr und verursachen damit einen volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe. Die EU-Kommission schätzt für den Produktivitätsverlust durch Spam-E-Mails bei Unternehmen in der EU auf 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommen die Kosten der Internetprovider und Netzbetreiber, deren Server und Leitungen mit E-Mail-Müll überlastet werden.

Die Studie steht als pdf-Version auf den BSI-Internetseiten zum kostenlosen Download zur Verfügung. Sie ist darüber hinaus beim Bundesanzeiger Verlag zum Preis von
32 Euro erhältlich (ISBN 3-89817-496-4, 172 Seiten).

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