Web 2.0 verseucht mit Spam und Viren

Das Sicherheitsunternehmen Websense zeigt in seiner aktuellen Studie auf, das Web-2.0-Angebote im Internet immer öfter von Hackern missbraucht werden. So behauptet die Studie, dass stolze 60 Prozent der Top-100-Internetadressen, schädliche Funktionen oder Weiterleitungen auf Malwareseiten enthalten. In Blogs, Messaging-Seiten wie Twitter aber auch Chat- und Forenseiten sollen sogar 95 Prozent der von Nutzern erstellten Inhalte Spam und gefährliche Links aufweisen.

Der Websense-Bericht identifiziert die Ursache für den wachsenden Missbrauch wie folgt: „Die wichtigsten Aspekte von Web-2.0-Sites, die sie so revolutionär machen, sind auch die Eigenschaften, die die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs stark erhöhen.“ Viele Web 2.0-Seiten leben vor allem vom durch Benutzer erschaffenen Inhalt. Und so wirken nicht nur harmlose Nutzer an der Gestaltung der Seiten mit, sondern auch Cyberkriminelle.

Die Studie informiert zudem: „Mit ihren großen Nutzerzahlen, einer guten Reputation und der Unterstützung von Web-2.0-Anwendungen, stellen diese Websites den Autoren von Schadcode eine mächtige Plattform zur Verfügung, um ohne viel Aufwand eine große Zahl von Internetnutzern zu erreichen.“ Die Beliebtheit von Diensten wie Twitter wächst explosionsartig und deren Nutzer hegen wenig Skepsis sondern bringen den Diensten ein hohes Vertrauen entgegen. Das macht es den Tätern noch leichter.

Nicht nur wenn Sie regelmäßig Web 2.0-Dienste wie Twitter oder Facebook nutzen und Blogs lesen, sollten Sie sich schützen! Die beliebten Kurz-Links beispielsweise verbergen das eigentliche Linkziel. So können Sie nur schwer erkennen, ob der Link auf eine gefährliche oder harmlose Seite führt. Als Grundregel gilt: Verwenden Sie beim Surfen immer die aktuellste Version Ihres Internet Browsers inklusive der neuesten Updates. Zudem sollten Sie eine Antivirensoftware installieren und diese stets aktuell halten.

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