Wachstumsbranche Botnet

Die Zahl der Botnetze wird weiter wachsen und könnte schon bald auch im Bereich der Mobilkommunikation auftauchen, warnt die European Network Information and Security Agency (ENISA).

Aufgrund der Anpassungsfähigkeit der Botnet-Betreiber befürchtet die ENISA, dass bald neben PCs auch mobile Geräte manipuliert und als Ausgangspunkt für verschiedene Angriffe, wie etwa DDOS-Attacken missbraucht werden.

Es gebe zum Beispiel aktuelle Würmer, die Instant-Messaging-Netze wie MSN oder Skype benutzen, um sich selbst weiter fortzupflanzen, aber auch andere, die sich über MMS-, SMS- oder Bluetooth-Schnittstellen verbreiten, heißt es in einem Papier mit dem Titel „Botnetze – die heimliche Gefahr“.

Angesichts der dauerhaft im Netz hängenden mobilen Geräte (Blackberry, Windows Mobile und Symbian-PDAs), können wir demnach bald Schadsoftware gegen ebensolche Endgeräte erwarten. ENISA schlägt unter anderem vor, über eine zentrale europäische Organisation zur Bekämpfung von Cyber-Kriminalität nachzudenken.

Die Sicherheitsagentur rechnet mit rund sechs Millionen infizierten Computern weltweit. Deutschland steht dem Bericht zufolge auf Rang drei in der Hitliste der Länder mit den meisten infizierten Rechnern. Nur in China und den USA gebe es noch mehr PCs, die Teil der geschätzten 1.000 Botnetze weltweit sind.

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