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Vorweihnachtliche Säuberung

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen haben die amerikanischen Вehörden und Europol eine gemeinsame Aktion zur Verfolgung des Online-Handels mit gefälschten Produkten durchgeführt. Im Rahmen paralleler Untersuchungen wurden mehr als 130 Domains sichergestellt, die mit illegalem Handel in Verbindung stehen.

Entsprechende Websites bieten üblicherweise hohe Rabatte auf „Designermodelle“ – von Kleidung, Schuhen und Schmuck, die sich bei näherem Hinsehen als billige Fälschungen erweisen, oder die es im Original gleich gar nicht gibt. Solche Ressourcen sind von schillernden Marken übersät und werden aktiv durch Spam beworben, insbesondere in der Vorweihnachtszeit. Wendet sich der ahnungslose Interessent an diese zweifelhaften Verkäufer, so riskiert er nicht nur, Geld zu verlieren, sondern überlässt den Betrügern zudem persönliche Daten und Bankinformationen.

In den USA wurden die Razzien im Rahmen des Projekts Cyber Monday 3 durchgeführt, in Westeuropa erhielt die Operation den Namen “Projekt Transatlantic”. Die konzertierte Aktion wurde von dem IPR Center (Intellectual Property Rights Coordination Center), unter der Ägide des Immigration and Customs Enforcement – einer Polizei- und Zollbehörde des Ministeriums für Innere Sicherheit der USA -, und dem neuen Mitglied des IPR Center – Europol – koordiniert. Europol führte die Ermittlungen unter aktiver Mithilfe der Regierungen von Belgien, Dänemark, Frankreich, Rumänien, Spanien und Großbritannien durch.

Die betreffenden Internet-Shops, die mit Fälschungen handelten, wurden mit Hilfe der Inhaber bekannter Marken identifiziert. Nach ihren Vorgaben führten die Bundesagenten Kontrollkäufe durch, wobei sie modische Shirts, DVD-Player, Parfums, Schmuck und andere Luxusartikel erwarben. Bestätigte der Markeninhaber die illegale Nutzung seines Markennamens, so wandten sich die Vertreter der Staatsmacht an das zuständige Bundesbezirksgericht, um einen Beschluss zur Beschlagnahme der entsprechenden Domain einzuholen. Solche Beschlüsse wurden in 4 amerikanischen Bundesstaaten ausgegeben. Unter dem Strich konnten in den USA auf diese Weise 101 Domains unschädlich gemacht werden, in Westeuropa insgesamt 31 (in den Zonen .be, .eu, .dk, .fr, .ro und .uk). Diese Domains werden nun von den an der gemeinsamen Aktion beteiligten Staaten kontrolliert. Auf allen beschlagnahmten Websites wurden bereits erklärende Banner und allgemeine Informationen über das Copyright platziert.

In den USA kam es zudem zu einer Festnahme und darüber hinaus wurden PayPal-Accounts identifiziert, die mit betrügerischen Websites in Verbindung stehen. Über diese gelang es, mehr als 175.000 Dollar zurückzuverfolgen, die sich auf den Konten von gewissenlosen Händlern angesammelt hatten. Bis zum Abschluss der Ermittlungen werden diese Gelder beschlagnahmt.

Die Polizei- und Zollbehörde des Ministeriums für Innere Sicherheit der USA führt bereits seit Juni 2010 derartige Aktionen zum Schutz der Verbraucher und Inhaber von Handelsmarken durch, jetzt aber erstmals in Zusammenarbeit mit Europol. Ursprünglich trugen diese Operationen den Namen „In Our Sites” (IOS). In dem gesamten Zeitraum machte das ICE 1630 betrügerische Domains unschädlich, und die von der Regierung platzierten Banner, die die Firmenlogos der geschlossenen Online-Shops ersetzen, wurden mehr als 110 Millionen Mal angesehen. Etwa die Hälfte der beschlagnahmten Domains ging in Staatsbesitz über – aus Mangel an Personen, die Interesse daran haben, die Beschlagnahme anzufechten, sowie angesichts der Tatsache, dass die Frist für die Einreichung eines dementsprechenden Antrags bereits abgelaufen war.

Quelle: europol.europa.eu

Quelle: ice.gov

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