Vor 15 Jahren wurde das World Wide Web geöffnet

Das World Wide Web, kurz WWW, machte das Internet heute vor 15 Jahren für jedermann zugänglich: Am 30. April 1993 wurde die neue Technologie für Internetinhalte zur allgemeinen Nutzung freigegeben. Zuvor war es eine eher wissenschaftliche Angelegenheit für Physiker gewesen. Rund 52 Millionen Deutsche nutzen nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom inzwischen das World Wide Web, fast zwei Drittel der Bundesbürger. Keine andere Technologie habe sich „so schnell zu einem Massenphänomen entwickelt“ wie das Internet mithilfe des WWW, schwärmt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

41 Prozent bestellen Waren und Dienstleistungen im Web, 21 Prozent lesen online Nachrichten. Ganze 18 Prozent der Deutschen haben laut Bitkom persönliche Informationen im Netz veröffentlicht. Insgesamt surfen weltweit 1,3 Milliarden Menschen im Internet.

Das Surfen im Internet – das heißt das Klicken von Link zu Link – ist es, was 1993 das neue am World Wide Web ausmachte. Denn diese Verknüpfungen der Informationen sind die Grundlage des weltweiten Datennetzes. „Das Web wird dadurch aufgespannt, dass man diese Hypertext-Links hat – Verweise auf Adressen auf anderen Rechnern“, sagt der Dortmunder Informatiker Gerd Sokolies. „Die Fülle von Daten, die zur Verfügung stehen und diese Links, die man anklickt, um wieder woanders hinzukommen, die machen letztendlich das WWW aus.“

Als Erfinder dieses virtuellen Raums miteinander verwobener Informationen gilt Tim Berners-Lee, damals Wissenschaftler am europäischen Kernforschungszentrum CERN nahe Genf. Er startete das Projekt 1989, um den internationalen Informationsaustausch unter Forschern zu vereinfachen. Bald entstanden der erste Browser – ein Programm zum Surfen im Netz – und die Homepage des CERN als erste Website.

Für Microsoft-Gründer Bill Gates war das WWW damals noch „nur ein Hype“. Doch bald erkannte auch der Software-Gigant das Internet als strategisches Feld – und ab 1995 war der Browser Internet Explorer von Microsoft auf Rechnern mit dessen Software automatisch installiert. Heute wird der Internet Explorer weltweit auf fast 80 Prozent aller Computer verwendet. Doch inzwischen erhält Microsoft nicht nur durch den Internetgiganten Google Gegenwind, sondern auch für durch den kostenlosen Browser Firefox, der immer beliebter wird.

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