News

Viren Top 20 für Juni 2004

Kaspersky Labs präsentiert die Viren Top 20 für Juni 2004

Position Veränderung Name Häufigkeit
1 Neu I-Worm.Zafi.b 33.97%
2 -1 I-Worm.Netsky.aa 18.44%
3 -1 I-Worm.Netsky.b 16.76%
4 -1 I-Worm.Netsky.q 5.38%
5 I-Worm.Bagle.z 5.04%
6 I-Worm.NetSky.d 2.78%
7 -3 I-Worm.NetSky.y 2.38%
8 -1 I-Worm.LovGate.w 1.89%
9 -1 I-Worm.NetSky.t 1.57%
10 I-Worm.Mydoom.e 0.66%
11 +3 I-Worm.NetSky.r 0.64%
12 -3 I-Worm.Swen 0.64%
13 I-Worm.NetSky.c 0.56%
14 -3 I-Worm.Mydoom.g 0.53%
15 -3 I-Worm.NetSky.o 0.51%
16 -1 I-Worm.Bagle.y 0.50%
17 +1 EXPLOIT.HTML.ObjData 0.43%
18 -2 I-Worm.Sober.g 0.42%
19 Wiedereintrag I-Worm.Netsky.z 0.33%
20 Wiedereintrag I-Worm.NetSky.m 0.27%
Andere maliziöse Programme (nicht in den Top 20) 6.31%


Der Juni 2004 erwies sich als ein ruhigerer Monat in Bezug auf globale Virenepidemien. Unklar bleibt, welche Faktoren dafür verantwortlich sind: durch eine verstärkte Strafverfolgung eingeschüchterte Virenschreiber oder die aggressiver auftretenden Anti-Viren Hersteller, die konsequent bei der Beseitigung von böswilligen Programmen vorgingen. Das Resultat ist ein einziger neuer Wurm, wobei dieser gleich den ersten Platz eingenommen hat.

Der eMail-Wurm ‚Zafi.B‘ wurde in Ungarn geschrieben und konnte sich blitzschnell in Europa ausbreiten und damit die Würmer der NetSky-Familie weit hinter sich lassen. Dies lässt sich durch den polyglotten Ansatz bei der Erstellung des Texts im Korpus der Nachrichten erklären, die den Virus enthalten. Er erscheint in der jeweiligen Landessprache (insgesamt 18 europäische Sprachen). Der wenig originelle Inhalt der Nachrichten beinhaltet angebliche Falschmeldungen von Mail-Dienstleistern oder die Aufforderung Fotos zu betrachten.

Angesichts der letzten Erfolge bei der Identifizierung von Virenautoren (in den letzten beiden Monaten wurden 10 Virenautoren festgenommen) kann davon ausgegangen werden, dass auch der Autor von ‚Zafi.B‘ den Behörden nicht entwischen wird.

Ansonsten wiederholt die ‚Hitparade‘ Juni bis auf kleine Postionsänderungen die ‚Hitparade‘ Mai, in der detaillierte Beschreibungen der angeführten Malware zu finden sind.

Besonderes Interesse verdienen allenfalls die gestärkte Position von ‚Exploit.HTML.ObjData‘ sowie das Verschwinden des Wurms ‚Klez.H‘.

Entgegen der relativ ruhigen Lage bei eMail-Würmern, gab es eine erhöhte Aktivität von Backdoor-Würmern – also Internet-Würmern mit Spionagefunktionen. Katalysator dieses Prozesses war die Schwachstelle im LSASS-Dienst von Microsoft Windows, die bereits der Wurm ‚Sasser‘ ausgenutzt hat. Auf ‚Sasser‘ folgten weitere, die zur Viren-Verbreitung über Mail-Clients in globale Netzwerke und auf PCs offene Ports nutzten.

Andere Malware hatte insgesamt einen geringen Anteil an der Virenaktivität. Mehr als 300 (ein Drittel weniger als im Mai) böswillige Programme aller Arten und Klassen wurden registriert.

Veränderungen zu Mai:

1 neues Schadensprogramm: I-Wurm.Zafi.B



Aufgestiegen: NetSky.R, Exploit.HTML.ObjData



Abgestiegen: NetSky.AA, NetSky.B, NetSky.Q, NetSky.Y, LovGate.W, NetSky.T, Swen, Mydoom.G, NetSky.O, Bagle.Y, Sober.G



Unverändert: Bagle.Z, NetSky.D, Mydoom.E, NetSky.C



Zurückgekehrt: NetSky.z, NetSky.m

Viren Top 20 für Juni 2004

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach