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Viele Android-Apps sind sehr neugierig

Ein Anbieter mobiler Sicherheitslösungen hat 48.000 Apps aus dem Android-Marktplatz untersucht und meint, 20 Prozent davon würden auf vertrauliche, persönliche Daten zugreifen. Google widerspricht dieser Darstellung allerdings. Android AppsGoogles Android Marketplace hat sich zu einem der umfangreichsten Marktplätze für Mobil-Anwendungen entwickelt. Auf Googles quelloffenem Betriebssystem Android basierende Smartphones können mit Apps für praktisch jeden denkbaren Zweck ausgestattet werden. Doch sind alle Apps auch wirklich, was sie zu sein scheinen?

Das Unternehmen SMobile Systems, Anbieter von Sicherheitslösungen für Mobilgeräte, hat Metadaten von über 48.000 Apps aus dem Android Marketplace untersucht, etwa zwei Drittel des Gesamtangebots. SMobile kommt dabei zu dem Ergebnis, dass jede fünfte dort angebotene Anwendung Zugriff auf persönliche oder gar vertrauliche Daten nehmen kann. Das Zugriffsverhalten einiger Dutzend Apps entspricht genau dem Muster bekannter Spyware. Fünf Prozent der Apps können Anrufe zu beliebigen Rufnummern starten und zwei Prozent können ohne Benutzereingriff SMS an beliebige Premium-Rufnummern senden. Immerhin acht der untersuchten Anwendungen verlangen vom Benutzer die Erteilung von Zugriffsrechten, mit denen sie das Gerät komplett unbenutzbar machen könnten.Doch Google widerspricht der Darstellung von SMobile vehement. Das App-Modell von Android biete Schutz vor unbefugtem Zugriff auf gespeicherte Daten. Jede App laufe in einer Sandbox, die sie gegen das System und andere Apps abschirme. Zugriff auf Daten oder Ressourcen könne eine App nur auf Anforderung erhalten und wenn der Benutzer dies ausdrücklich zulasse. Anbieter müssten zudem ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Als schädlich erkannte Apps würden vom Marktplatz entfernt. Für Anwender bleibt allerdings die Frage, wie sie erkennen sollen, ob eine Anwendung nur das macht, was sie vorgibt zu tun – und das am besten vor der Installation, bevor ein Schaden entstehen kann. Dieses Problem ist allerdings nicht Android-spezifisch – die Frage stellt sich auf jeder Plattform, auch beim PC.

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Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

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