News

Verbotener Blick in fremde Karten

Wer angesichts der eigenen mäßigen Erfolge am Online-Pokertisch schon immer gemutmaßt hat, dass da nicht alles alles mit rechten Dingen zugeht, darf sich bestätigt fühlen: Ein Australier hat aufgedeckt, dass bei zwei der größten Poker-Sites betrogen wurde.

Penibel hat Michael Josem festgehalten, welche Accounts mit welcher Geschwindigkeit wieviel Geld eingestrichen haben, und dabei eine Reihe von Unregelmäßigkeiten festgestellt, die eine interne Untersuchung der Betreiber der Sites zur Folge hatten.

Und siehe da, in der Tat hatten schurkische Angestellte drei Jahre lang nichtsahnende Spieler betrogen, indem sie eine Sicherheitslücke ausnutzten, durch die sie die verdeckten Karten erspähen konnten. Der Gesamtschaden für die Opfer liegt bei 10 Millionen Dollar, was allerdings nur ein Bruchteil dessen ist, was die betroffenen Unternehmen Absolute Poker und Ultimatebet jetzt von dem Entwickler der Software wiederhaben wollen.

75 Millionen Dollar werden dafür gefordert, dass man nicht über die Sicherheitslücken informiert wurde, die den Betrug ermöglichten.

Wobei die beiden Poker-Sites alles andere als Saubermänenr sind: Die mit der Untersuchung beauftragte Kahnawake Gaming Commission hat Absolute Poker eine 500.000-Dollar-Strafe aufgebrummt, weil die Firma versucht hat, die Angelegenheit unter den Teppich zu kehren, und auch UltimateBet soll 1,5 Millionen Dollar zahlen.

Als Hauptdrahtzieher in der Affäre gilt der Spieler Russ Hamilton, Gewinner der World Series of Poker, der über ein Affiliate-Programm mit UltimateBet verbandelt war.

Josem seinerseits hat als Lohn für seine Detektivarbeit einen Job im Security-Team einer anderen Poker-Site bekommen – und will weiterspielen: Da alle Spiele aufgezeichnet würden, könne man Betrüger per Statistik immer entlarven, meint er.

Verbotener Blick in fremde Karten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach