Twitter-API erleichtert Wurmverbreitung

Der Sicherheitspezialist Aviv Raff berichtet von der Möglichkeit, die Twitter-API zur Verbreitung von Würmern zu missbrauchen. Die Twitter-API ermöglicht unter anderem die Konfiguration, Verwaltung und Statusabfrage des eigenen Kontos mit HTTP-Requests. Als Antwort erhält man ein Dokument im XML- oder JSON-Format.

Auch der Twitter-Bilderdienst twitpic.com macht von der API regen Gebrauch, etwa um das bei Twitter gespeicherte Profil eines Nutzers abzufragen respektive zu importieren. Bis dato filterte Twitpic laut Raff aber keine HTML-Tags aus dem Original-Twitter-Profil heraus, sodass sich darüber auf Twitpic Profile mit JavaScript speichern ließen.

Während Twitter beim Aufruf eines Profils die Tags ausfiltert, lieferte Twitpic das Profil mit dem Code aus – der im Browser eines anderen Besuchers ausgeführt wird. Damit lassen sich nicht nur twitpic-Konten von Anwendern ausspähen, der Code kann auch bei angemeldeten Twitpic-Nutzern ohne weiteres Zutun über die Twitter-API einen Kommentar (Twit) mit dem Link zum Bild abschicken.

Laut Raff ließe sich dies zur Verbreitung eines Wurms ausnutzen, was er in einer selbstgeschriebenen Demo getestet habe. Mittlerweile ist die Lücke aber auf Twitpic geschlossen. Bei der zunehmenden Verbreitung von Twitter-Diensten und Anwendungen will Raff aber nicht ausschließen, dass ähnliche Schwachstellen auch woanders zu finden sind. Grundsätzlich sei der Fehler aber im Moment nicht bei Twitter zu suchen.

Aufgrund der sich häufenden Sicherheitsprobleme rund um Twitter suchen die Betreiber einen Software Engineer, der sich mit der Sicherheit der Anwendungen und der Infrastruktur auseinandersetzen soll.

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