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Trojaner versucht, ganze Netzwerke zu entführen

Was für ein gefährlicher Ort das Internet doch ist. So berichtet das Security-Magazin der ‚Washington Post‘, „Security Fix“, von einer neuen, extrem bösartigen Variante des bekannten Trojaners ‚Zlob‘. Diese Variante tarnt sich als Programm für die Dekodierung von Video-Strömen, ein so genanntes Codec. Wer das Programm herunterlädt, weil er glaubt, damit ein bestimmtes Video betrachten zu können, infiziert nicht nur seinen PC, sondern gleich das ganze Netzwerk, in dem sich der Computer befindet.

Während man den vermeintlichen Codec installiert, greift die darin versteckte bösartige Software die Router, zum Beispiel einen WLAN-Router, in einem Netzwerk an, in dem sie vorinstallierte Usernamen und Passwörter (zum Beispiel „admin“ und „11111“) ausprobiert. Ist der Angriff erfolgreich, so werden die Einstellungen für den DNS-Server (DNS = Domain Name System) des Opfers verändert. Damit sind allerlei gefährliche Manipulationen, etwa die unbemerkte Umlenkung des Internet-Verkehrs,möglich.

Wie Brian Krebs von der ‚Washington Post‘ recherchiert hat, scheint der Angriff zumindest mit einem Router von Linksys funktioniert zu haben. Selbst wenn der Trojanier nachträglich auf einem PC entdeckt und entfernt wird, ist der Schaden schon geschehen, da der Router als zentrale Komponente in einem Netzwerk schon infiziert ist. Sehr viele Router haben unveränderte Standard-Einstellungen für Administratoren-Name und -Passwort. Noch gefährlicher wird die Sache dadurch, dass Zlob offenbar sehr erfolgreich ist. Alleine in der zweiten Hälfte von 2007 soll Microsofts „Malicious Software Removal Tool“ 14,7 Millionen mal eine Variante von Zlob entfernt haben.

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