News

Trojaner statt UPS-Lieferschein

Aktuell werden Spam-Mails mit Malware im Anhang verschickt. Sie kommen mit einem Betreff wie „Ihr UPS Paket N1234567890“ (die Ziffern variieren) und der gefälschten Absenderangabe „UPS Packet Service“. Darin heißt es in nicht ganz fehlerfreiem Deutsch, ein am 1. Juli abgeschicktes Paket habe nicht zugestellt werden können, weil die Empfängeradresse nicht existiere. Der Empfänger möge doch den beigefügten Lieferschein ausdrucken und das Paket bei UPS abholen.

Die Mails kommen alle von unterschiedlichen Rechnern eines Botnets, teils aus Frankreich, teils aus Deutschland oder von ganz woanders her. Sie sind auch bereits bei Adressaten in der Schweiz und Österreich aufgeschlagen.

Der Anhang, auf den der Mail-Text verweist, besteht aus einem 48 KB großes ZIP-Archiv namens „UPS_Lieferschein.zip“. Dieses enthält eine entpackt 56 KB große Programmdatei mit dem Namen „UPS_Lieferschein.exe“. Dabei handelt es sich keineswegs wie angegeben um ein Formular zum Ausdrucken sondern um ein Trojanisches Pferd.

Wird die EXE-Datei ausgeführt, legt sie im Verzeichnis WindowsSystem32 eine Datei mit dem Namen „ntos.exe“ an. Diese trägt es dann in den Schlüssel „HKEY_LOCAL_Machinesoftwaremicrosoftwindows ntcurrentversionwinlogon“ der Registry ein. Dadurch wird der Schädling bei jedem Start von Windows aufgerufen.

Ähnliche Beiträge
Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.