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Trojaner droht mit E-Mail-Sperrung

„Ihre E-Mail-Adresse wird gesperrt“ – mit dieser Ankündigung in einer massenhaft verschickten Nachricht schocken Online-Kriminelle derzeit deutsche Computer-Nutzer. Angeblich habe der Adressat sein E-Mail-Konto für den Versand von Spam missbraucht, das Konto werde in den nächsten 24 Stunden gesperrt. Details zu einer möglichen Entsperrung befänden sich im Anhang – hinter dem Download verbirgt sich jedoch ein gefährlicher Trojaner.

Die Strategie der Kriminellen ist clever: Betreff und Text der Nachricht enthalten die Adresse des Empfängers, beides ist in fehlerlosem Deutsch gehalten. Auf den ersten Blick wirkt die Nachricht absolut authentisch, und der Schock der drohenden E-Mail-Sperre verführt zusätzlich zum schnellen Klick auf den Anhang.

In der Archiv-Datei finden sich jedoch keine hilfreichen Hinweise, sondern eine ausführbare Datei mit dem Namen „Sperrung.exe“. Und die ist brandgefährlich: Bei dem darin verborgenen Schädling handelt es sich um einen so genannten Downloader. Einmal installiert, kann er beliebige weitere Schadsoftware nachladen, Hacker-Programme, die etwa den PC nach sensiblen Daten wie PINs und TANs durchsuchen oder ihn in einem Botnetz versklaven.

Bisher erkennen nur wenige Anti-Viren-Programme den Trojaner, die Hersteller arbeiten fieberhaft an einem Update. Die E-Mails sollten deshalb sofort ungelesen gelöscht werden. Klicken Sie auf keinen Fall auf die Datei im Anhang. Generell gilt in solchen Fällen: Öffnen Sie niemals E-Mails, deren Absender Sie nicht kennen. Sollten Sie trotzdem unsicher sein, fragen Sie bei dem angeblichen Absender nach, im aktuellen Fall ihrem E-Mail-Anbieter. Halten Sie außerdem Ihre Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand. Nur mit aktuellen Signatur-Dateien können die Virusjäger aktuelle Schädlinge wie den vorliegenden Trojaner zuverlässig zur Strecke bringen.

Trojaner droht mit E-Mail-Sperrung

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