Transatlantic 2 – ein weiterer Erfolg im Kampf gegen Produktpiraterie

Die Polizei- und Zollbehörde der USA, Immigration and Customs Enforcement, ICE, Europol und die Strafverfolgungsbehörden von 10 europäischen Staaten haben 328 Domains beschlagnahmt, die mit dem Handel von gefälschten Produkten und Raubkopien in Verbindung gebracht werden. Das ist bereits die zweite gemeinsame Operation von ICE und Europol zur Eindämmung des Online-Handels, der die Reputation angesehener Marken untergräbt und die Verbraucher in die Irre führt.

Auf den entsprechenden Websites werden „Markenkleidung“, „Markenschuhe“, Schmuck und Mode-Accessoires für gewöhnlich zu niedrigen Preisen angeboten, die sich nur allzu häufig als billige Fälschung erweisen oder als Produkte von Marken, die überhaupt nicht existieren. Diese Ressourcen strotzen vor bekannten Namen und werden aktiv via Spam beworben, besonders anlässlich verschiedener Feiertage. Wendet sich ein genügsamer Kunde an die zweifelhaften Verkäufer, so riskiert er nicht nur Geld zu verlieren, sondern auch Opfer von Identitätsdiebstahl zu werden, denn die in einem solchen Online-Shop hinterlassenen Daten könnten Betrügern in die Hände fallen.

Die erste gemeinsame Operation zur Säuberung des Internets von Raubkopien führten das ICE und Europol vor einem halben Jahr, kurz vor Weihnachten, durch. In Westeuropa wurde die Operation als „Projekt Transatlantic“ bekannt. Die jüngste analoge Aktion tauften die Europäer auf den Namen “Transatlantic 2“, an der neben Europol die Strafverfolgungsbehörden Belgiens, Bulgariens, Großbritanniens, Ungarns, Hollands, Dänemarks, Spaniens, Italiens, Rumäniens und Frankreichs teilnahmen. Parallele Razzien in den USA wurden unter dem Decknamen „American Icon“ durchgeführt; aktive Unterstützung erhielten die Gesetzeshüter von dem nationalen Zentrum zum Schutz von Urheberrechten und dem Justizministerium. Die Inhaber der Handelsmarken selbst halfen dabei, die Personen zu identifizieren, die mit gefälschten Waren und Raubkopien handeln.

Aufgrund der konzertierten Aktionen in Westeuropa wurden 151 lokale Domains beschlagnahmt – in den USA waren es 177. Zudem wurden PayPal-Accounts der unredlichen Händler identifiziert, über die mehr als 30.000 Dollar transferiert worden waren, die aus illegalen Verkäufen stammten. Bis zum Abschluss der Ermittlungen werden die mit Hilfe von Betrügereien verdienten Gelder konfisziert. Auf den von den Behörden geschlossenen Websites prangt nun das offizielle Banner, das über die grenzübergreifende Aktion und die Beschlagnahme der jeweiligen Domain informiert.

QuelleEuropol

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