Symantec registriert drastischen Rückgang der Spam-Menge

Der Statistik von Symantec zufolge betrug der Spam-Anteil am E-Mail-Aufkommen im Oktober 64,8%, das ist ein Rückgang um 10 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat.

Nach Ansicht der Experten liegt ein Grund für den Rückgang dieses Wertes darin, dass Festi kein Spam mehr generiert. Dieses Spam-Botnetz war Anfang September sehr aktiv, doch im vergangenen Monat versendete es praktisch gar keine unerwünschten Nachrichten mehr. Das Schweigen von Festi wirkte sich auf das Rating seines Haupt-Aufmarschgebietes aus – Saudi-Arabien. Dieses Land, das in der Vergangenheit auf den ersten Positionen der ТOP 10 der Spammer lag, war im vergangenen Monat gar nicht in dieser unrühmlichen Hitliste vertreten. Die Länder-ТOP 10 von Symantec nach Menge des eingehenden Spams wurde im Oktober von Indien angeführt, das seine Position halten konnte, mit 11,9% aber insgesamt weniger zum weltweiten Spam-Traffic beitrug. Den zweiten Platz belegte Brasilien (7,9%), das gleich vier Positionen nach aufrückte. Die USA (6,6%) und Kanada (5,0%) haben in den TOP 5 die Plätze getauscht, die im Oktober von Russland abgeschlossen wurden (4,6%).

Die höchsten Spam-Niveaus wurden in Saudi-Arabien registriert (79,4%), hinsichtlich der Wirtschaftsbranchen steht die Kategorie „Bildung“ mit 66,8% an der Spitze. Bei der thematischen Zusammensetzung des Junk-Traffics überwogen Werbung für Pornoressourcen und Kontakt-Websites, deren Anteil um fast 15 Prozentpunkte zunahm und insgesamt 62,73% betrug. Gestiegen ist auch der Beitrag der Spam-Angebote für Touristen, und zwar auf 10,45%. Der Anteil von Pharmaspam und Werbung für Imitate von Luxusgütern ging um das Dreifache zurück und betrug im Oktober 9,79 und 3,74% respektive.

Der Anteil der Domain .com in den Spam-Links stieg auf 63,1%, die russische Nationaldomain .ru war 3 Mal weniger in von Spammern versendeten Links vertreten und hatte nur noch einen Anteil von 4,3%. Die durchschnittliche Größe der illegitimen Mitteilungen nahm zu, der Anteil der Kategorie 5-10 KB verdoppelte sich nahezu und war fast so groß wie der der Kategorie 0-5 KB (40,9 und 41,8% respektive).

Der Beitrag der Phisher am globalen E-Mail-Traffic ging um 0,059 Prozentpunkte zurück und betrug 0,35% (eine Mail von 286,9). Die höchsten Phishing-Werte wurden in Südafrika und Großbritannien registriert (1 von 134,5 und von 145,1 respektive). Die Spitzenreiter des geografischen Sektors der Phisher-Versendungen haben im Oktober die Plätze getauscht – den ersten Platz belegte Großbritannien mit 25,8%, gefolgt von den USA mit 20,4%. Neuseeland (11,5%) sackte um 4 Positionen ab und ließ Australien den Vortritt (17,5%).

Die Gesamtmenge der von den Experten entdeckten Phishing-Websites ging um 22% zurück. Ungefähr die Hälfte von ihnen sind legitime Ressourcen, die von Phishern gehackt wurden, um dort gefälschte Seiten unterzubringen. Der Anteil der gefakten Websites, die mit Hilfe von automatisierten Mitteln erstellt wurden, stieg um 5% auf 44,5%. Die Zahl der englischsprachigen Imitationen stieg um 17%; unter ihnen herrschen Websites vor, die in französischer, italienischer, portugiesischer und – erstmals – in chinesischer Sprache verfasst sind.

Die Statistik nach geografischer Verteilung der Phishing-Websites ist im September-Bericht aufgeführt. Die Phisher bringen ihre Websites nach wie vor am liebsten in den folgenden Ländern unter: USA (54,2% der Gesamtmenge), Deutschland (5,0%, weniger als im August) Großbritannien (3,8%). Die Phisher interessieren sich in erster Linie für Banken (32,7%), die im Oktober den ersten Platz unter den Phishing-Zielscheiben einnahmen, sowie für E-Commerce-Dienste (31,3%) und Info-Websites (28,9%), die vom ersten auf den 3. Platz rutschten.

Der Anteil der schädlichen Mitteilungen im E-Mail-Traffic nahm laut Symantec um 0,04 Prozentpunkte ab und betrug im Oktober 0,44% (eine Mail von 229,4). 23,5% dieser Schreiben, die von dem Mail-Antivirus des Unternehmens blockiert wurden, enthielten Links auf infizierte Ressourcen – das ist um 1,3 Prozentpunkte mehr als im September. Am meisten hatten deutsche Nutzer (eine Mail von 71,4) und Anwender in Behörden (1 auf 50,4) unter den schädlichen Mails zu leiden.

Mehr als die Hälfte der schädlichen Mitteilungen werden nach wie vor von Großbritannien aus verbreitet. Der Beitrag der USA als Quelle von Schädlings-Mails ging im Oktober um das Anderthalbfache zurück und betrug 16,4%; trotzdem hielt dieses Land den zweiten Platz bezüglich dieses Wertes. Die dritte Position im Rating der Verbreiter von Schädlingen via E-Mail belegte im Oktober Deutschland (7,8%), das im vorangegangenen Monat gar nicht in den TOP 10 vertreten war. Ein weiterer Debütant in dieser unrühmlichen Hitliste ist Frankreich (1,7%), das im Oktober Rang 8 belegte.

Quelle:

symantec.com

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