Spyware-Kuhhandel für 7,5 Millionen Dollar

Der Spyware-Verbreiter Intermix Media (ehemals: eUniverse) zahlt 7,5 Millionen US-Dollar, um einer höheren Strafe wegen Verstößen gegen das New Yorker General Business Law zu entgehen. Staatsanwalt Eliot Spitzer hatte sechs Monate lang Beweise gesammelt, dass das Unternehmen nicht nur allein in New York mehr als 3,7 Millionen Spiele und andere Downloads mit unerwünschten Dreingaben wie den Spywares Keen Value oder IncrediFind verbreitet hat, sondern auch arglistig agiert, um die untergeschobenen Programme auf den Opfer-Rechnern zu tarnen. In der Folge erhob Spitzer im April Anklage – bemerkenswerterweise nicht wegen Computer-Einbruch oder ähnlichen Tatbeständen, sondern auf Basis des allgemeinen New Yorker Gewerberechts. Dessen Artikel 22-A, Sektion 350 droht auf irreführende Werbung und Artikelauszeichnungen eine Höchststrafe von 500 US-Dollar je Einzelfall an.

Sprecher von Intermix hatten daraufhin geäußert, sie würden eine außergerichtliche Einigung anstreben, und jetzt, wenige Wochen nach Spitzers Vorstoß, scheint diese auch schon in Sicht. Intermix besteht zwar darauf, man habe nichts Unrechtmäßiges getan, aber man werde die monierten Programme nicht weiter verbreiten und außerdem im Lauf der kommenden drei Jahre 7,5 Millionen Dollar an den Staat New York überweisen. Man könnte meinen, angesichts eines denkbaren Strafmaßes von 1,85 Milliarden Dollar komme das Unternehmen damit gut weg, doch die Rechnung präsentiert sich in einem anderen Licht, glaubt man den Aussagen von Intermix, das Unternehmen habe im fraglichen Zeitraum nur Gewinne von 250 000 Dollar in New York erwirtschaftet.

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