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Spy Eye-Trojaner bekämpfen feindliche Botnetze

Während Trojaner, die Botnetze errichten, bisher nebeneinander existierten und ausschließlich Dritten schadeten, wird sich dies nun ändern. Bald werden erste Schädlinge auch gegen andere Trojaner vorgehen.

Das fanden Sicherheits-Experten laut einem Bericht der ‚NetworkWorld‘ bei einer Analyse der neuesten Version des Spy Eye-Toolkits heraus. Kriminelle setzen dieses ein, um eigene Malware zu entwickeln. Nun können sie auch auf die Funktion „Kill Zeus“ zurückgreifen, die sich gegen ein zweites Toolkit namens Zeus richtet, das deutlich weiter verbreitet ist.

Ein Spy Eye-basierter Trojaner dringt dann wie gewohnt in PCs ein. Findet er dort Zeus-Malware vor, wird diese entfernt. Zusätzlich werden die vom Konkurrenten gesammelten Daten gekapert und selbst genutzt. Auch Daten von Zeus-Kontrollservern lassen sich mit Spy Eye ausspähen.

Beide Toolkits sind speziell darauf ausgelegt, das Online-Banking von Nutzern auszuspionieren. Spy Eye ist Sicherheitsforschern erst seit Dezember bekannt. Damals wurde es zuerst in verschiedenen russischen Foren entdeckt. Das Toolkit gilt durch die Integration der „Kill Zeus“-Funktion bereits als eines der aggressivsten Programme seiner Art.

Auf dem Schwarzmarkt wird Spy Eye den Angaben zufolge für rund 500 Dollar angeboten. Damit kostet es nur rund ein Fünftel einer Zeus-Kopie. Trojaner auf Basis des Toolkits sind bisher kaum öffentlich in Erscheinung getreten – dies könnte sich aber bald ändern.

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