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Spionagenetz klaut Regierungsdaten in 103 Ländern

Forscher sind über eine riesige Spionage-Aktion gestolpert, mit der Dokumente aus hunderten Regierungs- und privaten Büros gestohlen wurden. Die Hintermänner scheinen in China zu sitzen.

Das Spionagenetzwerk wurde einem Bericht der New York Times zufolge von kanadischen Forschern entdeckt. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre sollen mehr als 1295 Rechner in 103 Ländern infiltriert worden sein, darunter auch viele in Botschaften, Ministerien und anderen Regierungsbüros. Jede Woche kommen mehr als ein Dutzend neue Rechner hinzu.

Kontrolliert wird das von den Forschern GhostNet getaufte Netzwerk von Rechnern aus China. Belege dafür, dass die chinesische Regierung involviert ist, gibt es nicht. Allerdings kam man der Spionage erst auf die Spur, als das Büro das Dalai Lama um Hilfe beim Aufspüren von Malware auf seinen Computern bat. Dort entdeckte man, dass gezielt die Mail-Server überwacht werden und ganz bestimmte Korrespondenz abgegriffen wurde.

Die Folgen ließen sich den Forschern zufolge in der realen Welt beobachten. So setzte die chinesische Regierung einen Diplomaten unter Druck, nachdem dieser vom Dalai Lama via Mail eingeladen wurde. Und einer Aktivistin, die Kontakte zwischen Exil-Tibetern und Chinesen herstellt, wurden Auszüge aus ihrer Kommunikation präsentiert – sie solle ihre politischen Aktivitäten einstellen, legte man ihr nahe.

Dahinter müsse nicht zwangsläufig die chinesische Regierung stecken, geben die Forscher zu bedenken. Es könne sich auch um normale Cyberkriminelle handeln, die das Ganze wegen des Geldes machen oder aus patriotischen Gründen.

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