News

Spammer tricksen Filter neuerdings mit Flash aus

Spammer haben einen neuen Trick entdeckt, um Nutzer auf ihre Webseiten zu locken. Sie versenden Links zu Flash-SWF-Dateien mit vermeintlichen Medien-Inhalten, die eine Umleitung zu den eigentlichen Werbe- oder Malwareseiten enthalten.

„Die Seiten, auf denen die Dateien platziert werden, sind in der Regel legitime Webangebote“, betont Paul Wood, Senior Analyst bei MessageLabs. Dadurch können die Spammer ihre E-Mails eher an Filtersoftware vorbeischmuggeln als mit direkten Links zu ihren eigenen Seiten, warnt das Unternehmen. Denn alle E-Mails mit URLs zu filtern, die zu Media-Hosting-Webseiten wie ImageShack führen, würde ein hohes Risiko von Fehlalarmen mit sich bringen.

Die Methode braucht nur eine kleine SWF-Datei, um zu funktionieren. „Das Flash-Programm enthält nur eine einfache Umleitung, durch die der Browser eine neue Seite aufsucht“, erklärt Wood. Noch werde die Methode vor allem für Pharma-Spam verwendet. Allerdings habe MessageLabs auch schon beobachtet, dass sie genutzt wird, um Malware in Form der angeblichen Schutzsoftware „Antivirus XP 2008“ zu verbreiten. Das gefährliche an der Methode ist, dass die Umleitungen auf normalen Webseiten platziert werden können. „Die Links sind für Anti-Spam-Software kaum zu erkennen, da sie wie vertrauenswürdige URLs aussehen“, erklärt Mark Sunner, MessageLabs Chief Security Analyst. Würde ein Filter die URLs doch abfangen, sei das Risiko von Kollateralschäden sehr hoch, denn auch tatsächlich vertrauenswürdige Links zu dem Webangebot würden abgefangen.

Mit einem Prozent am gesamten Spam-Aufkommen im August ist die SWF-Methode erst im Kommen und nutzt derzeit vor allem ImageShack als Host, so Wood. Allerdings rechnet MessageLabs mit einer Ausweitung und das nicht nur im Volumen entsprechender Spam-Mails. „Wir erwarten, dass die Kriminellen anfangen werden, auch Microsofts SkyDrive für das Hosting zu nutzen“, meint der Analyst. Das Service werde nämlich schon jetzt für andere Spammer-Tricks verwendet. Generell zeichnet sich ein Trend zum Missbrauch von seriösen Webangeboten durch Spammer ab. So wurde MessageLabs zufolge Googles Webalbum Picasa im August verstärkt genutzt, um Bilder für HTML-Spam zu hosten. Auch hier profitieren die Spammer davon, dass Filter nicht wahllos E-Mails mit Picasa-Links aussortieren können, da sonst auch erwünschte Nachrichten verloren gehen. Manche Webservices machen es den Cyberkriminellen auch leicht, sie zu missbrauchen. „Bei vielen kostenlosen Image-Hosting-Seiten ist nicht einmal eine Registrierung nötig, um Inhalte hochzuladen“, meint Wood.

Spammer tricksen Filter neuerdings mit Flash aus

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach