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Spammer missbrauchen Google Picasa

Spammer missbrauchen zunehmend Google-Dienste, um Spam-Filter auszutricksen und Anwender auf ihre Werbung zu locken. So will MessageLabs in den vergangenen Monaten Mails mit Links zu Picasa-Web-Alben beobachtet haben, auf denen Flash-Filme den Anwender auf Spammer-Seiten umleiten. Auf Picasa kann jedermann kostenlos eigene Bilder hinterlegen – und offenbar auch Flash-Applets.

Laut dem Intelligence Report tun sich die üblichen Spam-Filter schwer, „die in den Spam-Mails eingebetteten Links auf Google überhaupt als bedenklich zu identifizieren.“ Diese seien ja legitime URLs, sodass das Blockieren von E-Mails mit Google-URLs wahrscheinlich mehr Schaden als Nutzen anrichten würde.

Auch ImageShack soll zu den missbrauchten Dienstleistern gehören. Bislang haben man im August zwar weniger als zwei Prozent des gesamten Spam-Aufkommens über diesen Weg registriert, MessageLabs ist jedoch überzeugt, dass diese Verbreitungswege in den kommenden Monaten deutlich an Bedeutung gewinnen werden.

Eine Ausdehnung der Botnetze konnte wie die ShadowServer Foundation auch MessageLabs registrieren: Die Botnetze Srizbi und Cutwail wuchsen im Juli und August jeweils um 20 bis 25 Prozent. Daher rühre auch die weltweite Zunahme des Spam-Aufkommens um 160 Prozent. MessageLabs warnt zudem vor der vermeintlichen Antiviren-Software „Antivirus XP 2008“, die aktuell eine erhebliche Bedrohung für Unternehmen darstellen soll. Einmal installiert, terrorisiert sie den Anwender mit Falsch-Meldungen über Infektionen und versucht ihn zum Kauf der Vollversion des Programms zu bewegen.

Laut MessageLabs hatte im August Frankreich am meisten unter Werbemüll zu leiden: Ein Anstieg der Spam-Quote um 3,5 Prozent auf 82,8 Prozent hob die Franzosen auf den ersten Platz in der Liste, die weltweit am meisten zugespammten Ländern. Den höchsten Anstieg der Spam-Belastung hatte indes Italien mit einem Plus von 13,9 Prozentpunkten auf 71,3 Prozent zu verzeichnen.

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