Spam: Kriminelle erbeuten 2 Millionen pro Jahr

Spam: Auf 12.5 Millionen Spam-Mails kommt eine Antwort. Amerikanischen Forschern ist es gelungen in ein aktives Spam-Netzwerk einzudringen und dort Daten zu erheben. Die Forscher kaperten das „Storm“-Netzwerk, welches übernommene Heimcomputer zum Versand von Spam-Mails benutzt. Die Ergebnisse des Teams erlauben nun einen Einblick in das Verhalten der Kriminellen. Um an verlässliche Zahlen zu kommen wurden zwei eigene Fake-Spam-Durchläufe von den Forschern gestartet. Dazu benutzen sie über 75.000 übernommene Heim-PCs und verschicken fast 500 Millionen Mails.

Die Fakten: Die Antwort-Rate auf die belästigenden E.Mails beträgt lediglich 1 zu 12.5 Millionen. Es werden also durchschnittlich 12.5 Millionen Mails verschickt bis die Spammer eine Reaktion erhalten. Die Forscher machten im Untersuchungszeitraum von knapp einem Monat einen Gewinn von etwa 100 Dollar am Tag.

Rechnet man diesen Betrag auf die gesamte Größe des Netzwerks hoch, dann ergibt sich ein jährlicher Umsatz von 2 Millionen Dollar. Damit liegt der Ertrag der Spammer weit niedriger als früher geschätzt. Die Erkenntnis über diese eng kalkulierten Kosten könnte auch eine neue Richtung in der Bekämpfung der Werbemails eröffnen, so die Forscher weiter. Stiegen die Versandkosten, würde der Gewinn geschmälert und das Verschicken von Spam damit unlukrativ.

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