Spam-Aufkommen im ersten Quartal 2008

Aktuelle Entwicklungen

  • Der Spam-Anteil im E-Mail-Traffic steigt weiter an und lag im ersten Quartal 2008 bei durchschnittlich 88 Prozent.
  • Viele Reklame-E-Mails enthalten „grafischen“ Spam.
  • Immer mehr Spam-Mails werben für Fälschungen hochwertiger Uhren.
  • Spammer ersinnen neue Tricks, um Werbe-Filter zu umgehen.
  • Betrügerische E-Mails sind in vielen unterschiedlichen Varianten in Umlauf.

Spam-Anteil im Runet

Der Spam-Anteil im E-Mail-Traffic wächst ungehindert weiter und lag im ersten Quartal 2008 bei durchschnittlich 88 Prozent.



Spam-Anteil im Runet im ersten Quartal 2008

Der Spam-Anteil schwankte im Januar 2008 am stärksten und lag zwischen 73,1 und 97,3 Prozent, fiel jedoch bereits ab Mitte Februar nicht mehr unter 80 Prozent. Mit 73,1 Prozent wurde der niedrigste Wert am 28. Januar registriert. Der Höchststand betrug 97,8 Prozent und wurde am 1. März erreicht.

Seit Jahresbeginn landet immer mehr mit Bildern versetzter Werbemüll in den Postfächern. Anteil dieser Spam-Kategorie lag zum Ende des ersten Quartals 2008 bei 28 Prozent.




Anteil „grafischen“ Spams

Ende 2007 waren Bilder lediglich in 14 Prozent aller Spam-Mails enthalten. Für 2008 erwarteten die Experten von Kaspersky Lab allerdings einen deutlichen Zuwachs dieser Reklame-Methode. „Grafischer“ Werbemüll ist in einschlägigen Kreisen sehr beliebt und beinhaltet beispielsweise Angebote für Viagra. Entsprechende Offerten verteilen besonders diejenigen Spammer-Netzwerke, die über leistungsstarke Server und große Botnetze verfügen. Werbe-Mails, die mit ständig wechselnden Spam-Bildern versehen werden, können einigen Reklame-Filtern die Analyse tatsächlich erschweren.

Thematische Verteilung von Spam




Thematische Spam-Verteilung im ersten Quartal 2008

Die im ersten Quartal 2008 erfassten Spam-Mails lassen sich thematisch folgenden Rubriken zuordnen:

  1. „Gesundheit und Medikamente“ – 32,5%
  2. „Bildung“ – 13,3%
  3. „Erholung und Reisen“ – 7,2%
  4. „Computer und Internet“ – 4,5%
  5. „Erotikportale und Dating“ – 4,3%

Die Spam-Hitliste des ersten Quartals 2008 wird von der Kategorie „Gesundheit und Medikamente“ angeführt und erweist sich mit einer Ausnahme als durchaus charakteristisch für das Runet. Die Rubrik „Erotikportale und Dating“ belegt den unverhältnismäßig hohen Platz fünf. In den Jahren 2006 und 2007 landete diese Kategorie mit einem Anteil von jeweils rund zwei Prozent noch auf den letzten Plätzen im Themen-Rating. Zum Jahreswechsel überstieg ihr Anteil jedoch unerwartet die Fünf-Prozent-Marke und erreichte im ersten Quartal 2008 durchschnittlich 4,3 Prozent.

Spam der Rubrik „Erotikportale und Dating“ verdrängte das von Spammern selbst so genannte Themengebiet „Elektronische Werbedienstleistungen“ aus den Top Five. Dessen Anteil erreichte Ende vergangenen Jahres noch sechs Prozent, fiel im ersten Quartal 2008 aber auf 3,7 Prozent ab. Bewerben die Spammer ihre eigenen Dienstleistungen jetzt weniger intensiv und reduziert sich damit auch der Spam-Anteil? Leider nein – die Anteile dieser Spam-Rubriken sanken nicht, weil die Spammer die Ungesetzlichkeit ihrer Tätigkeit erkannt haben.

Spammer bieten ihre Dienstleistungen immer dann verstärkt an, wenn sich die Auftragslage verschlechtert. Regelmäßige Eigenwerbung kommt jedoch nur von den großen Spammer-Netzwerken, die sich ständig mit Marketing beschäftigen. Genau so eine „planmäßige“ Werbung sorgt dafür, dass der Anteil der Spam-Kategorie „Elektronische Werbedienstleistungen“ nicht unter einen Mindestwert fällt und zwischen drei und vier Prozent schwankt. Leider bedeutet der aktuelle Wert von 3,7 Prozent aber auch, dass die Spammer genügend Aufträge erhalten und sich nicht über Kundenmangel beklagen können.

Im ersten Quartal 2008 wurde verstärkt Spam verschickt, der Fälschungen hochwertiger Waren anpries. Im März wurden derart viele dieser elektronischen Briefe zugestellt, dass Kaspersky Lab ihnen eine eigene Rubrik zuteilen musste. Im gleichen Monat belief sich sein Anteil auf stolze 9,1 Prozent des gesamten Spamsaufkommens. Ein so hoher Prozentsatz hängt offensichtlich damit zusammen, dass Fälschungen hochwertiger Waren in Russland immer populärer werden.

Diese Spam-Art ist besonders in den USA verbreitet, wird inzwischen aber auch als russischsprachige Variante in großen Mengen verschickt. Der englischsprachige Spam wirbt dabei überwiegend für Uhren-Fälschungen bekannter Firmen wie Rolex oder Omega. In den russischsprachigen Angeboten geht es dagegen eher um regional bekanntere Marken. Charakteristisch für beide Spam-Varianten ist jedoch, dass sie teilweise mehrere Produkte gleichzeitig bewerben.



Die deutsche Übersetzung dieser E-Mail lautet folgendermaßen:

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Betrachtet man die Spam-Themen im Runet während des ersten Quartals 2008, taucht dabei kein einziges Mal politische Werbung auf. Diese wird in der Regel vor Wahlgängen in Umlauf gebracht, zum Beispiel bei den letztjährigen Wahlen für das russische Parlament. Für die am 2. März 2008 ausgetragenen Präsidentschaftswahlen erwartete Kaspersky Lab daher ebenfalls einen Anstieg politischer Spam-Mails, der jedoch ausblieb. Die einzige Ausnahme waren Aufrufe, die Wahlen mit Leitsprüchen zu sabotieren, darunter „Verzichte auf die Wahl der Beamten, wähle dich selbst!“ oder „Sollen sie doch selbst einer gegen den anderen stimmen!“

Dennoch haben Cyberkriminelle das Thema Wahlen nicht völlig außer Acht gelassen. Einige Spam-Mails kamen unter dem Deckmantel einer Wahlumfrage daher und schlugen den Empfängern vor, den Namen ihres favorisierten Kandidaten per SMS-Nachricht einzusenden. Über dabei anfallende Gebühren in Höhe von einigen US-Dollar verloren die Betrüger, die einen Teil dieser Gelder einstrichen, kein einziges Wort. Genauere Informationen zu SMS-Betrugsversuchen liefert das Kapitel „Betrügerische E-Mails“.

Die deutsche Übersetzung der E-Mail lautet in etwa folgendermaßen:

Zentrum für unabhängige soziologische Untersuchungen „ZNSI“
Mit unserer Umfrage wollen wir ermitteln, welcher Präsidentschaftskandidat die größten Siegeschancen hat.
Sie können abstimmen, indem Sie eine SMS mit folgendem Inhalt an die Nummer 1151 senden
Für Medwedjew: MB8MMM
Für Sjuganov: MB8ZZZ
Für Shirinowski: MB8GGG
Für Bogdanov: – MB8BBB
Gegen jeden: – MB8NNN
Die Ergebnisse werden am 28. Februar 2008 veröffentlicht.

Spammer-Tricks: Tarnen des E-Mail-Textes mit HTML-Tags

Seit sich Spam-Mails automatisch verschicken lassen, versuchen ihre Urheber, sie mittels zusätzlicher Textbausteine vor Entdeckung zu tarnen. Diese sind entweder so konzipiert, dass sie gar nicht im Mailtext erscheinen oder Anwendern nicht weiter auffallen. Um Reklame-Filter zu täuschen, versehen Spammer dabei jede dieser E-Mails mit unterschiedlichen Textbausteinen. Am häufigsten hängen sie eine zufällige Abfolge von Buchstaben oder Wörtern an den E-Mail-Text oder mischen „weißen Text“ darunter, der die gleiche Farbe wie der E-Mail-Hintergrund hat.

Noch zu Jahresbeginn erweiterten die Spammer ihre E-Mails über HTML-Tags mit zufällig generierten Textfragmenten, die unter anderem als Kommentare oder Textformatierungen definiert waren. Die Mehrzahl der E-Mail-Clients verbarg sie deshalb vor den Anwendern. Letztendlich sieht der Empfänger nur den Werbetext, der für einen Spam-Filter jedoch nur einen kleinen Teil der E-Mail darstellt.

Ein Brief, der für den Anwender folgendermaßen aussieht…

Sie haben eine Postkarte erhalten.

Um sie abzurufen, klicken Sie auf der Webseite
www.postcard.ru/card.php?2897238793 auf den Link „Karte abrufen“.

Postkarten-Service POSTCARD.RU
————————————————

You recieved an postcard.
To get it follow to web-site www.postcard.ru/card.php?2897238793switch to english
and click on ‚get my postcard‘
Postcard service POSTCARD.RU

…kann für den Spam-Filter ganz anders aussehen. Die Textmüll-Tags sind in roter Farbe hervorgehoben. In dieser E-Mail unterscheiden sich auch die angezeigten und tatsächlichen Weblinks voneinander. Letztere sind daher violett eingefärbt:

Für Spam-Blocker ohne Inhaltsfilter stellen die zusätzlichen Textbausteine zwar ein Problem dar, andererseits bekommen Anwender den Zeichenmüll nicht zu Gesicht und werden sich deshalb auch nicht daran stören. Wahrscheinlich werden die Spammer neben anderen Methoden auch weiterhin diesen Trick einsetzen.

Betrügerische E-Mails

Obwohl sich der Anteil betrügerischer E-Mails im ersten Quartal 2008 nur auf 2,5 Prozent belief, landeten deutlich mehr derartige Briefe in der Post. Kaspersky Lab sortiert betrügerische E-Mails übrigens nicht zwangsläufig unter der passend benannten Rubrik „Computerbetrug“ ein. Beispielsweise fällt Werbung für gefälschte Waren und Medikamente sowie nicht lizenzierte Software in andere Spam-Kategorien.

Im Laufe des ersten Quartals 2008 überraschten betrügerische E-Mails nicht nur durch ihre Anzahl, sondern auch durch ihre Vielfalt. Sie lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  1. Betrügerischer Spam, mit dessen Hilfe die Cyberkriminellen auf unterschiedliche Weise versuchen, dem Empfänger Geld zu stehlen.
  2. Spam, den Übeltäter zur Verbreitung ihrer Malware nutzen.
  3. Spam mit illegalen Angeboten.

Zur ersten Kategorie gehören Phishing-Mails. Darunter fallen die „nigerianischen“ Briefe, Falschmeldungen über Lotto-Gewinne und anderer Spam, der für Betrugs- und Erpressungsversuche genutzt wird.

Die zweite Rubrik umfasst Werbemüllder verseuchte Anhängen respektive Links zu infizierten Webseiten oder schädlichen Dateien enthält. Diese besitzen meistens die Erweiterung .exe.

Zur dritten Kategorie gehören E-Mails, die illegale Waren und Dienstleistungen bewerben. Das bezieht sich in der Regel auf den Kauf verbotener Software und die Durchführung ungesetzlicher Netz-Aktivitäten: Organisation von DDoS-Attacken, Verkauf von Spam-Software und Datenbanken mit vertraulichen Daten, Angebote zum Versenden von Malware.

Einen Sonderfall stellen die Fälle von „schwarzer“ PR dar, die Kaspersky Lab schon in diesem Quartal beobachten konnte. Dabei geht es um Angriffe auf die Zeitung „Kommersant“ und die Versicherungsgesellschaft „SB-GARANT“.

Im Folgenden werden einige Typen betrügerischen Spams näher betrachtet.

Erpressungsversuche per E-Mail

Spammer setzen immer aggressivere Methoden ein, um Geld zu erpressen. Neben bereits bekannten Angeboten, eine wunderschöne nigerianische Braut zu retten oder Geld in irgendein sinnloses Projekt zu investieren, werden ahnungslose Empfänger inzwischen auch direkt bedroht. So tauchten zum Beispiel im ersten Quartal 2008 E-Mails auf, deren Verfasser sich als Killer vorstellte. Angeblich sei er für den Mord am Adressaten bezahlt worden, gegen eine Zahlung von 4000 US-Dollar aber bereit, von der Ausführung seines Auftrages abzusehen.



Ähnliche Drohbriefe kursierten schon früher außerhalb des russischen Internets. Den Runet-Nutzern wurden sie wahrscheinlich einfach deshalb zugestellt, weil sich ihre E-Mail-Adresse in der Spammer-Datenbank befand. Ein russischer Empfänger wird wohl kaum eine Droh-E-Mail ernst nehmen, die ihm ein englischsprachiger Killer schickt.

Russische Cyberkriminelle übernehmen sehr schnell die Erfahrungen ihrer westlichen Kollegen. Deshalb erobern inzwischen auch die vormals nur auf englisch verfassten fingierten Lottogewinn-Meldungen zunehmend die Weiten des Runets. So werden zum Beispiel typische Lotterie-Mitteilungen mittels eines automatischen Übersetzers aus der englischen in die russische Sprache übertragen und lesen sich wie folgt:



Die englischsprachige Version lautet folgendermaßen:



Internet-Nutzer sollten stets aufmerksam bleiben. Wer an keiner Lotterie teilgenommen hat, kann auch nicht den Hauptgewinn ziehen. Kein seriöses Lottounternehmen berücksichtigt bei seinen Gewinnspielen zufällig ausgewählte E-Mail-Adressen oder Telefonnummern. E-Mails mit angeblichen Gewinn-Mitteilungen werden ausschließlich von Betrügern verschickt.

Im Runet werden in letzter Zeit klassische Betrugsschemata genutzt, die vormals nur auf eine westlichere Klientel abzielten. Die Übeltäter entwickeln dabei fleißig neue Methoden, um russischsprachige Anwender um deren Geld zu erleichtern. Gegenwärtig sind im Runet SMS-Betrügereien sehr beliebt, bei denen Opfer dazu gebracht werden, eine Handy-Nachricht an eine bestimmte Kurzwahlnummer zu schicken.

Kurzwahlnummern werden von Mobilfunknetzbetreibern vergeben und sind im Fall von SMS-Mitteilungen für Anrufer kostenpflichtig. Ein großer Teil der Gebühren landet beim Pächter dieser Nummer.

Viele Anwender wissen nicht, dass es Geld kostet, eine SMS-Nachricht an eine Kurzwahlnummer zu senden. Dies nutzen die Betrüger aus. Sie mieten Kurzwahlnummern und bringen Nutzer über Spam-Mails dazu, eine angeblich kostenlose SMS an die gepachtete Nummer zu schicken. Die Angebote, mit denen die Spammer naive Anwender ködern, sind überraschend vielfältig. Nutzern versprechen sie zum Beispiel einen kostenlosen Internetzugang, gratulieren ihnen zu einem Lottogewinn oder drohen, den elektronischen Briefkasten zu blockieren, sollte der Anwender keine SMS senden. Spammer nutzen allerdings auch kompliziertere Betrügereien und erstellen eigens Webseiten, um dort für den SMS-Versand zu werben. Beispiele dafür sind fingierte Mitteilungen über Lottogewinne und die bereits oben erwähnte SMS-Abstimmung über die russischen Präsidentschaftskandidaten.

Ein weiteres Beispiel für die Kreativität russischsprachiger Betrüger dreht sich abermals um einen Lottogewinn. In einer E-Mail wird dem Glückspilz vorgeschlagen, eine SMS an eine Kurzwahlnummer zu senden, um zu erfahren, welchen Preis er gewonnen hat.



Die deutsche Übersetzung der E-Mail lautet folgendermaßen:

Herzlichen Glückwunsch!
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie einen Preis gewonnen haben!!!
Sollten Sie von dieser Verlosung noch nichts gehört haben, so möchten wir Sie an dieser Stelle
darauf hinweisen, dass sie jede Woche durchgeführt wird:
Jeden Sonntag werden folgende Preise verlost
———————————————————————–
50 000 Rubel
Personal Computer
Notebooks
Taschencomputer
Heimkino-Systeme
Plasmafernseher
Musikanlagen
Waschmaschinen
Gasherde
Kühlschränke
Communicators
Handy
—————————————–
(die neusten Modelle)

Wie wird diese Verlosung durchgeführt? Jeden Montag scannt unser Computer die gesamte E-
Mail-Datenbank und wählt eine zufällige Adresse aus. Gleichzeitig wählt der Computer auch
einen der Preise aus.

Je mehr E-Mail-Adressen Sie besitzen, desto höher ist also Ihre Gewinnchance.

Wir gratulieren Ihnen!!! Heute hat Ihre E-Mail-Adresse gewonnen!!!

Um zu erfahren, welchen der aufgeführten Preise Sie gewonnen haben, müssen Sie von Ihrem
Handy aus eine kostenlose SMS wie folgt absenden – SMS absenden. Anschließend
erhalten Sie einen Anruf unseres Netzbetreibers, der Ihnen mitteilt, welchen Preis Sie
erhalten haben.

Mit freundlichen Grüßen

Administration des Projekts: “Mail-rozygrysh”

Die Verbreitung von Malware über Spam

Spam-Mails, die Weblinks auf Malware enthalten, ahmen offizielle Mitteilungen bekannter Mail-Systeme nach. In diesem Beispiel wird Kunden von Mail.ru über eine fingierte Nachricht vorgeschlagen, eine kostenlose Version des Mail.ru-Agenten herunterzuladen, die mit Zusatzfeatures ausgestattet ist.



Die deutsche Übersetzung dieser E-Mail lautet in etwa folgendermaßen:

Guten Tag!
Wir freuen uns, Sie als Nutzer des Mail.Ru-Agenten begrüßen zu dürfen!
Der Mail.Ru-Client 5.10 verfügt über viele praktischen Zusatzfunktionen. Jetzt können Sie nicht
nur kostenlose SMS-Nachrichten versenden, sondern auch den Aufenthaltsort jedes
Abonnenten anhand seiner Rufnummer ermitteln. Das gilt für die Telefonnetze MTS,
BeeLine, Megafon und die Services sämtlicher anderen Anbieter innerhalb Russlands und
der GUS-Staaten. Um den Standort zu ermitteln. Wählen Sie dazu einfach +7 oder Ihren
Ländercode, wenn Sie nicht Kunde eines russischen Mobilfunkbetreibers sind. Sie erhalten
darüber hinaus 20 Freiminuten für Megafon, BeeLine, MTS und die Netze vieler anderer
Mobilfunkanbieter der GUS-Staaten. Den Zeitbonus erhalten Sie allerdings nur, wenn Sie die
neue Version des Mail.Ru-Agenten auf Ihrem Computer installieren!

Den neuen Mail.Ru-Client können Sie entweder von unserer Firmen-Webseite oder hier
herunterladen.
Sollten Sie Fragen zur Installation haben, wenden Sie sich an unseren Service – support@mail.ru.
Ihnen wird garantiert geholfen.
Danke, dass wir Sie zu unseren Kunden zählen dürfen!
Mit freundlichen Grüßen. Administration Mail.Ru

Während der Feiertage gab es viele Virenangriffe. Vor allem am Valentinstag erhielten zahlreiche ahnungslose Nutzer mit Malware verseuchte Glückwunschkarten. Die schädlichen Valentinsgrüße stammten von westlichen Spammern, wurden aber von den Runet-Cyberkriminellen übernommen. Nachfolgend ist eine der russischsprachigen Valentinstag-E-Mails aufgeführt, deren Weblink auf das Trojaner-Programm Trojan.Win32.Agent.fkn verweist.



Die deutsche Übersetzung der E-Mail lautet folgendermaßen:

Guten Tag, Sie haben eine Glückwunschkarte erhalten!
Um die Karte zu öffnen, klicken Sie auf den nachfolgend angegebenen Link oder kopieren Sie die
Webadresse in die Adresszeile Ihres Browsers. Klicken Sie anschließend auf „Öffnen“
[Link]
Die Valentinskarte wird 90 Tage lang für Sie gespeichert.
Tag des Heiligen Valentin
14. Februar
[Bild]
Ich liebe Dich!
Registrieren Sie sich, um immer rechtzeitig über Feiertage, Namenstage und Preisauschreiben
informiert zu werden.
[Link] Glückwunschkarten für alle Fälle!

Taucht in einer E-Mail ein Weblink auf, sollte man darauf achten, dass der angegebene Link auch tatsächlich auf besagte Internet-Adresse verweist. Selbstverständlich sollten Anwender niemals exe-Anhänge ausführen.

Spam-Angebote mit kriminellem Charakter

Die dritte Kategorie betrügerischer E-Mails betrifft Werbung für illegale Waren und Dienstleistungen. Hier finden sich die unterschiedlichsten Angebote wie DDoS-Attacken ausführen, das Telefon des Opfers blockieren, Spam-Adressdatenbanken verkaufen oder Programmierkurse für Viren durchführen.



Die deutsche Übersetzung der E-Mail lautet in etwa folgendermaßen:

Es ist kein Geheimnis, dass ein Konkurrent nicht mehr arbeiten kann, wenn er
seiner Werkzeuge beraubt wird.
Wir schlagen vor, dem Konkurrenten folgende Arbeitswerkzeuge zu nehmen:
1. Die Webseite
Wöchentlicher Preis für die Blockierung der Webseite – 999 Dollar
Ein 20-minütiger Test – kostenlos
Nehmen Sie unseren Service für einen Tag in Anspruch – 150 Dollar
2. Das Telefon wird blockiert, genauer gesagt: Der Konkurrent erhält eine Unmenge fingierter
Anrufe und ist dadurch nicht mehr erreichbar.
Preis für eine Woche – 850 Dollar
Ein 20-minütiger Test – kostenlos
Blockierung für einen Tag – 150 Dollar
Die Größenordnung des angerichteten Schadens wird deutlich, wenn Sie sich Ihre Konkurrenz
vorstellen, die ohne Webseite und Telefon auskommen muss.
Durch unsere Maßnahmen steigen die Ausgaben des Konkurrenten für Telefon und Internet
spürbar an.
* Der Preiskalkulation für die Webseiten liegt dem statistischen Mittelwert für eine Seite zugrunde,
der bei 80-90 Prozent liegt.
** Die Preiskalkulation für Telefonangriffe erfordert eine 1-3-Kanal-Nummer
*** Die Bezahlung erfolgt per WebMoney (Geldbörse, Karten)
Wir kennen uns aus mit: E-Mail, ICQ, SMS und vielen anderen Techniken.
Lies zum Beispiel die E-Mails Deiner Freundin auf mail.ru – für ganze 150 Dollar
Einzelheiten unter ICQ:

Die illegalen Angebote der Spammer erstrecken sich nicht nur auf virtuelle Handgriffe, sondern beziehen sich auch auf „echte“ Dienstleistungen.

Zusammenfassung

Die Ergebnisse des ersten Quartals 2008 sind insgesamt unerfreulich. Der Spam-Anteil in der elektronischen Post wächst unaufhörlich, setzt nach wie vor aus den unterschiedlichsten Varianten zusammen und enthält immer mehr betrügerische Komponenten.

Heutzutage unterscheidet sich Spam wesentlich von seiner Ursprungsform, nämlich billiger Werbung, die von Studenten erstellt wurde und sich vor allem an kleine und finanzschwache Firmen richtete.

Den Reklameversand organisieren mittlerweile Spammer-Netzwerke, die über riesige Kapazitäten und Ressourcen verfügen. Deren Mitglieder wissen genau, dass ihre Tätigkeit ungesetzlich ist, da es inzwischen in praktisch jedem Land Gesetze gegen Spamversand gibt. Dennoch bedient man sich immer öfter ihrer kriminellen Dienstleistungen.

Ungeachtet dessen wird im Runet noch immer jede Menge Spam versendet, der von „normalen“, also legal arbeitenden Unternehmen, bestellt wird. Dabei wäre es wünschenswert, wenn sie gesetzeskonforme Methoden finden würden, um ihre Waren und Dienstleistungen anzubieten. Zudem sollten sich Firmen darüber im Klaren sein, dass Spam-Werbung dem Image eines Unternehmens schaden kann.

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