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SMS-Spam im ersten Quartal 2013

Im vergangenen Quartal registrierteCloudmark einen drastischen Rückgang von betrügerischen SMS, in denen den Mobilfunkkunden „kostenlose“ Preise und Geschenkkarten von führenden Einzelhändlern angeboten werden. Nach Ansicht der Experten liegt der Hauptgrund für diesen Rückgang in der Sammelklage, die von der Federal Trade Commission, der Bundeshandelskommission der USA, gegen die Verbreiter von Spam dieser Art eingereicht wurde.

Die FTC ging Anfang März gerichtlich gegen die SMS-Betrüger vor. Sofort nach Veröffentlichung dieser Neuigkeit wies Cloudmark darauf hin, dass die Zahl der täglichen Beschwerden über „Geschenk“-SMS-Spam auf 10% am Gesamtenaufkommen zurückgegangen sei. Im Jahr 2012 entfielen auf diese Art von Spam 44% des Text-Spams, im Januar/Februar des neuen Jahres erreichten die Experten bis zu 78% Beschwerden pro Tag, und im März sank dieser Wert auf 6%.

Die Statistik von Cloudmark über SMS-Spam basiert auf den Daten des Spam Reporting Service – ein spezialisierter Dienst der Vereinigung GSMA, die von ihren Mitgliedern gegründet wurde, um Klagen über Spam entgegenzunehmen. Cloudmark ist der Betreiber dieses Dienstes und führt Untersuchungen über die Klagen der Mobilfunkkunden durch.

Nach Einschätzung von Cloudmark, stieg der Anteil von Stellenangeboten in den monatlichen SMS-Spamströmen innerhalb des Quartals um 400%, die Werbung für Pornoressourcen hat sich verdoppelt. Im vergangenen Jahr entfielen auf jede dieser thematischen Kategorien nicht mehr als 5% der illegitimen SMS pro Monat. Die Тор 5 für das Quartal von Cloudmark sehen folgendermaßen aus: Geschenkkarten – 20%, kurzfristige Kredite 12,5%, Stellenangebote 12%, Pornocontent 11%, Finanz-Phishing 8%. Der Anteil der letztgenannten Kategorie ist ebenfalls gestiegen, und die Experten gehen dabei von einer saisonalen Erscheinung aus, die mit dem Abgabetermin der Steuererklärung zusammenhängt.

Das Quartals-Rating der Spam-Herkunftsländer wird von Rumänien angeführt, das nach Anzahl der IP-Adressen, die Cloudmark zu blockieren empfiehlt, alle anderen Länder überrundet hat. Unter den ersten fünf waren außerdem (in absteigender Folge) die USA, Russland, China und Indien. Die Werte des letztgenannten Landes verbessern sich nachhaltig, und vermutlich wird es seinen Platz schon bald Weißrussland räumen. Der Anteil der von Cloudmark blockierten Adressen fällt in den verschiedenen Ländern unterschiedlich aus und beträgt in Rumänien derzeit 23,3% des Adressraums, in den USA 0,2%, in Weißrussland etwa 10%, in Russland 2,5% und in China 0,2%.

Ein Abschnitt des Berichts enthält eine kurze Charakteristik einiger panamaischer Web-Services, die mit Spammer-Aktivität in Verbindung gebracht werden. Im vergangenen Jahr registrierte Cloudmark eine Reihe von umfassenden Spam-Versendungen unter Beteiligung des Botnetzes Grum und des Android-Netzes SpamSoldier, die als C&C panamaische Domains verwendeten. Experten beschuldigen zwei Dienste der Fahrlässigkeit, und zwar Internet.bs und Panamaserver.com. Erstgenannter bietet Dienstleistungen zur Registrierung von Domains auf den Bahamas, doch seine Leitung lebt Cloudmark zufolge in Panama. Für den Service zur Gewährleistung der Vertraulichkeit dieses Registrators ist ein panamaisches Unternehmen verantwortlich, dessen Website in Großbritannien untergebracht ist. Verschiedenen Einschätzungen zufolge ist ein Drittel der durch Spam beworbenen, nicht lizenzierten Internet-Apotheken über Internet.bs registriert, sowie einige Domains, die von dem Botbetreiber von SpamSoldier genutzt werden.

Quellen: Cloudmark

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