SMS Flooder mit Verwendung von E-Mail

Der bulgarische Experte Dancho Danchev hat eine Programmversion zur Durchführung von Flood-Attacken auf Mobiltelefone entdeckt, die den Standard-Service Mail-to-SMS nutzt – das Versenden von SMS über einen Mail-Server.

Wie viele andere SMS-Flooder auch, kommt diese Anwendung als Do-it-yourself-Paket, DIY, daher. Doch im Gegensatz zu analogen Programmen ermöglicht es diese Version, jede beliebige Telefonnummer von einer E-Mail-Adresse aus zu „überfluten“. Die Option Mail-to-SMS wird von vielen Mobilfunkanbietern unterstützt. Bei der Nutzung dieses neuen Werkzeugs gibt der Angreifer einen beliebigen Text ein, wählt den Empfänger – die Telefonnummer des Opfers mit Adresse des SMS-Gates (Nummer@Name des Dienstes) -, gibt die Daten des smtp-Accounts ein und wählt die Menge der Mitteilungskopien, die den Flood ergeben. Zur Durchführung des beschriebenen Schemas muss die Option Mail-to-SMS auf der angegriffenen Nummer aktiviert sein.

Laut Danchev unterstützt der neue Flooder nur amerikanische SMS-Dienste. Ihre Adressen stammen eindeutig aus offenen Quellen – in der Liste, die zur Auswahl angeboten wird, befinden sich die meisten amerikanischen Mobilfunkanbieter. Glücklicherweise sind die Autoren des neuen Schädlings nicht auf die Idee gekommen, zugleich auch eine Rotation der smtp-Server, der Absenderadressen und eine Randomisierung der Spam-Texte einzubauen. Danchev ist allerdings davon überzeugt, dass derartige Umsetzungen nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Auf dem Schwarzmarkt werden schon seit mehr als 10 Jahren SMS-Flooder angeboten. Die Popularität dieser Werkzeuge steigt unter Cyberkriminellen in dem Maße, wie die Banken das System der Zweifaktoren-Authentifikation mit Versendung einer SMS zur Benachrichtigung über Transaktionen auf dem Kundenkonto ausbauen. Die Durchführung von Flood-Attacken nach dem Diebstahl von Bankdaten gibt Kriminellen die Möglichkeit, ungehindert Geld vom Konto des Opfers abzuheben: Die Warnung der Bank verliert sich ganz einfach in der Unmenge von SMS-Spam, das an die Nummer des Opfers gesendet wird.

Quelle:

blog.webroot.com

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