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Skalpjäger zu Bewährungsstrafe verurteilt

In Rumänien wurde Manole Razvan Cernăianu, alias TinKode, der nach dem Hack verschiedener Schlüsselressourcen der USA und Westeuropas zu trauriger Berühmtheit gelangt war, zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Der Hacker muss den Opfern zudem den erlittenen Schaden ersetzten, der auf 120 000 Dollar geschätzt wird.

Bei der Urteilsfindung berücksichtigte das Gericht, dass der Angeklagte keinen materiellen Vorteil aus seinen Taten ziehen wollte. Er attackierte die namhaften Ressourcen ausschließlich zum Zwecke der Selbstbestätigung, schrieb seinen Opfern nicht selten und wies sie auf Sicherheitslücken hin und prahlte wie ein Kind in sozialen Netzwerken und Foren mit seinen Heldentaten. Zu den „Siegestrophäen“ des Hackers zählten das Pentagon, die NASA, die Europäische Weltraumorganisation, die britische Flotte sowie MySQL, jetzt im Besitz von Oracle.

TinKode wurde im vergangenen Januar von der rumänischen Polizei verhaftet und befand sich bis April in Haft. Nach Beendigung der Haftzeit wurden die Ermittlungen auf Anregung und aktiver Teilnahme des FBI und der NASA vorangetrieben, da der Hacker nur für Vorfälle verantwortlich war, die die Interessen der USA betrafen. Ein rumänisches Gericht sprach den Hacker in vier Fällen schuldig, wobei er alle Strafen (1-2 Jahre) parallel verbüßen wird, abzüglich der bereits abgegoltenen Haftzeit. Nach Ablauf der Bewährungsfrist wird TinKode vier Jahre unter Aufsicht stehen. Zudem wurde er zu Schadensersatzleistungen in Höhe von 59.000 Dollar an Oracle, 50.000 Dollar an die NASA, 5.000 Dollar an die US-Armee und 7.300 Dollar an das Pentagon verurteilt. Die Gerichts- und Anwaltskosten trägt ebenfalls der Angeklagte.

Quelle:
softpedia.com

computerworld.com

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