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Sicherheit

Forscher von Microsoft Research in Großbritannien arbeiten an freundlichen Würmern, die das Verhalten ihrer bösen Vetter nachahmen, aber nur Gutes für den Anwender im Sinn haben.

Wie New Scientist meldet, sollen diese freundliche Würmer beispielsweise im PC schlummern und für dessen Sicherheit sorgen, ohne dass der Anwender sie bemerkt. Denkbar sei beispielsweise, dass diese Helfer im Hintergrund Updates herunterladen und installieren und so kontinuierlich das System auf dem aktuellen Stand halten. Herkömmliche Würmer nutzen dagegen dieses Verfahren, um sich über das Internet zu aktualisieren und somit Schaden anzurichten.

Milan Vojnovic, Mitglied des Forscherteams, erläuterte, dass die freundlichen Würmer dazu dienen könnten, Rechner vor einer neu entdeckten Sicherheitslücke schnell zu schützen. Auf einem Rechner installiert, würden sie sich auch gleich um die anderen, im Netzwerk angeschlossenen Rechner kümmern, indem sie sich einfach vervielfältigen.

Auch die Verbreitung eines solchen gutartigen Wurms könnte analog zu der eines bösen Wurms folgen. Der gute Wurm könnte sich von Rechner zu Rechner übertragen, sobald er ein unsicheres System findet. Problematisch ist natürlich, dass meistens Sicherheitslücken auftauchen, die bisher unbekannt sind und damit der Rechner vorübergehend (bis ein Update verfügbar ist) der Gefahr schutzlos ausgeliefert ist. Hierfür haben die Forscher Strategien entwickelt, die den freundlichen Wurm aus früheren Erfahrungen lernen lassen.

Der Vorteil der Verbreitung von Updates durch den Wurm sehen die Forscher darin, dass kein zentraler Server mehr notwendig ist, der die gesamte Aufgabe übernehmen muss. Die Forscher verfolgen aber auch ein weiteres Ziel: Indem sie sich mit den möglichen Verbreitungsstrategien eines Wurms befassen, wollen sie auch die dazu passenden Gegenmaßnahmen erforschen. Insbesondere befasst man sich mit der Verbreitungsgeschwindigkeit der bösen Würmer, denn ein guter Wurm müsste immer schneller sein, als seine bösen Verwandten, um wirksam zu sein.

Die Forscher wollen ihre Arbeit im April auf der 27th Conference on Computer Communications

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