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Sicherheit am Flughafen – Aus einem etwas anderen Blickwinkel

Kiosk-Terminals sind an Flughäfen inzwischen gang und gäbe. Sie bieten den Komfort, während man unterwegs ist, auf die unterschiedlichsten reiserelevanten Informationen, IP-Telefonie sowie auf das Internet zugreifen zu können. Hervorragende Sache!

Allerdings, als ich dann auf der Rückreise von der BlackHat und DefCon 19-Konferenz am Flughafen Mc Carran in Las Vegas eincheckte, fiel mein Blick auf einen dieser Rechner. Der Bildschirm zeigte eine mir wohl bekannte Webseite – Facebook! Zu sehen war jedoch nicht – wie es eigentlich der Fall hätte sein müssen – die Login-Seite, sondern das Profil eines Facebook-Mitglieds. Jemand hatte vergessen, sich aus seinem oder ihrem Account auszuloggen. Sämtliche Besucher des Flughafens hätten einen vollen Zugriff auf die Daten und natürlich auch die Möglichkeit gehabt, Statusmeldungen auf die Profil-Seite des Kontoinhabers und an sämtliche Personen auf der Freundesliste zu schreiben, was unter Umständen der Reputation des Betroffenen hätte schaden können. Sehr schlecht!

Aber noch schlimmer: Man kann nie wissen, ob diese Rechner kompromittiert sind. Online-Schädlinge könnten persönliche Informationen, Login-Zugangsdaten oder sonstige sensiblen Daten ausspähen. Vergleiche von Computern mit Autos treffen nie wirklich den Nagel auf den Kopf, aber ich lasse es trotzdem auf einen Versuch ankommen. Mit Kiosk-Terminals an Flughäfen (ebenso wie alle anderen Selbstbedienungs-Kiosklösungen) verhält es sich wie mit Mietwagen. Da sie nicht ihr Eigentum sind, benutzen manche Leute sie ohne jede Rücksicht, was bei Autos ein aggressives Fahrverhalten und bei Computern das plötzliche Fehlen eines Sicherheitsbewusstseins bedeutet. Wobei man zudem noch nicht einmal weiß, ob auf dem Gerät überhaupt eine Sicherheitslösung installiert ist.

Es ist in OK, diese Systeme dafür zu nutzen, wofür sie eigentlich gedacht sind: Reiseinformationen abrufen oder Nachrichten lesen – aber niemals für Zwecke, für die die Bekanntgabe sensibler Daten erforderlich ist. Benutzen Sie Ihren eigenen Rechner, wenn Sie Ihre E-Mails, Facebook-News oder Ähnliches kontrollieren müssen. Flughäfen bieten meistens Hotspots an (am Mc Carran-Airport ist die Nutzung sogar kostenlos!), wo sie sich einloggen können. Wenn Sie mehr über sicheres Browsen auf Reisen lesen möchten, empfehlen wir Ihnen den Artikel „Sommerzeit ist drahtlose Zeit“.

Ich wünsche Ihnen eine schöne und rundum sichere Reise!

Sicherheit am Flughafen – Aus einem etwas anderen Blickwinkel

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