Secunia: Sicherheitslücken im Jahr 2012

Im vergangenen Jahr registrierte Secunia 9776 Sicherheitslücken in2503 Softwareprodukten von 421 Anbietern. 18,3% dieser Schlupflöcher wurden von den Experten als hochkritisch eingestuft, 0,5% wurde der höchste Bedrohungsgrad – extrem kritisch – zugewiesen.

Die Gesamtzahl der Sicherheitslücken in den 50 populärsten Programmen (29 von Microsoft, inklusive Betriebssysteme, 21 von anderen Autoren) betrug 1137 – doppelt so viel wie im noch 5 Jahre zuvor. 78,8% dieser Schwachstellen wurden als hochkritisch eingestuft, 5,3% als extrem kritisch. Dabei entfielen 86% der Lücken aus den Тор 50 auf Drittanwendungen für Windows – im Vergleich zu 78% im Jahr 2011 und 57% im Jahr 2007.

Diese 1137 Schwachstellen wurden in 18 Programmen von 8 Anbietern gefunden, darunter in Windows 7 und in sieben anderen Microsoft-Produkten. Spitzenreiter in puncto Anzahl von Sicherheitslücken waren Google Chrome, Mozilla Firefox und Apple iTunes: Auf jedes dieser Produkte entfielen innerhalb des Jahres mehr als 200 Veröffentlichungen. Adobe Flash Player und Java folgen dem Führungstrio in diesem Rating mit großem Abstand.

Die Zahl der in den gängigen Webbrowsern entdeckten Sicherheitslücken (Chrome, Firefox, IE, Opera, Safari) betrug 739 gegenüber 629 im Jahr 2011. Nichts desto weniger werden diese Löcher nach Aussagen der Experten sehr schnell gestopft, d.h. die Hersteller dieser Produkte nehmen das Problem der Sicherheit überaus ernst.

Insgesamt steigt das Tempo, mit dem Patches veröffentlicht werden, nach und nach – und das ist eine sehr nachhaltige Tendenz. Nach Angaben von Secunia wurden im vergangenen Jahr 84% der Sicherheitslücken noch am Tag ihrer Veröffentlichung von den Entwicklern repariert – dieser Wert lag im Jahr 2011 noch bei 72% und im Jahr 2010 bei nur 50%.

Den vollständigen Bericht von Secunia finden Sie auf der Website des Unternehmens (Registrierung erforderlich).

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