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Schwerer Fall von Industriespionage in Israel

Die Internetausgaben Computerpartner.de und The Jerusalem Post berichten heute über einen der schwerste Fälle von Industriespionage in Israel. Vergange Woche verhaftete die Tel Aviv police eine Reihe führender Unternehmer bekannter Firmen. Diese geheime Aktion lief unter dem Namen „Horse Race“. Dabei wurden 8 Manager führender Unternehmen und 11 Privatdetektive festgenommen.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich mit dem Einsatz von Computerviren Informationen über konkurrierende Unternehmen beschafft zu haben, berichteten die israelischen Medien am Sonntag.

In den Fall sind, Berichten zufolge, der Kabelfernseh-Anbieter Yes, sowie die Mobilfunkbetreiber Pelephone Communications und Cellcome verwickelt. Zudem wurde ein Geschäftsführer des Fahrzeugimporteurs Mayer Cars and Trucks festgenommen.

Ein in Großbritannien lebender Israeli habe einen Trojaner enwickelt, der gezielt in die Computersysteme der Wettbewerber eingeschleust worden sei. Es wird angenommen, dass die Unternehmer eine Werbe-CD mit dem Trojaner an die Opfer versandten. Außerdem schickten sie E-Mails mit Anhängen, welche den Virus enthielten.

Die Operation „Horse Race“ wurde im November 2004 in Gang gesetzt, nach einer Klage eines Novellisten, wonach ein Teil seiner Novelle ohne sein Wissen im Internet erschien. Der Trojaner, der auf seinem Computer gefunden wurde, führte zu seinem früheren Schwiegersohn, einem Computer-Programmierer, der in London lebt. Mit Hilfe von Interpol wurde dieser Mann verhaftet und wird nun wahrscheinlich vor Gericht in Israel stehen.

Der israelische Polizeikommissar Roni Hindi äußerte sich am Sonntag folgendermaßen: „Dies ist einer der schlimmsten Skandale der Industriespionage in Israel.“ Die Polizei geht davon aus, dass dutzende Firmen ausspioniert wurden, darunter der Mobilfunkanbieter Orange und der israelische Importeur von VW und Audi.

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